Alpenlängsüberschreitung – Unser langer Weg zum Meer

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Vor 27 Jahren starteten wir mit den damals drei Kindern (6, 4 und 1 Jahr) von unserem Zuhause in Pfaffstätten. Ziel war es, den gesamten Alpenbogen der Länge nach zu überschreiten und dabei jeden Meter zu Fuß zurückzulegen. Jahr für Jahr gingen wir ein Stück des Weges und setzten immer dort fort, wo wir bei der vorangegangenen Etappe aufgehört hatten. Abgesehen von der An- und Abreise benutzten wir keine Verkehrsmittel. Waren es anfangs Etappen mit nur wenigen Tagen, so wurden im Laufe der Zeit die einzelnen Abschnitte immer länger. Auch die Anzahl der TeilnehmerInnen vergrößerte sich im Laufe der Jahre, es kamen noch zwei Kinder dazu. Immer wieder begleiteten uns auch Freunde.

Wir hielten uns nicht an vorgegebene Weitwanderrouten, auch wenn sie manchmal zufällig parallel dazu verliefen. Je nach Situation wählten wir den für uns günstigsten Weg. Es war unser Weg, den wir gingen – unsere „Alpentour“.

Den Kindern machten wir die Tour mit der Idee schmackhaft, ans Meer baden zu gehen! Wir hatten keine Vorstellung davon, wie viele Jahre wir für dieses Familienprojekt benötigen werden.

Nun, nach 27 Jahren, 177 Tagen Unterwegssein, fast 2.100 km, 140.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg und 116 Gipfeln haben wir gemeinsam mit unseren 5 Kindern das Vorhaben abgeschlossen, den Altarepass (Colle di Cadibona) – das südliche Ende der Alpen – erreicht und waren bei Savona im Golf von Genua endlich im Meer baden!

Es ging uns bei unserer Alpentour aber nicht um Leistung und Rekorde, nicht darum wie lange wir für die Strecken benötigen, sondern um das Erleben in der Gemeinschaft, als Familie und mit Freunden, – beim Gehen, Schwitzen, Laufen, Schnaufen, Lachen, Spielen, Singen, Plaudern, Dürsten, Hungern, Frieren, Rasten, Schauen, Staunen und Träumen.