{"id":22712,"date":"2026-02-20T20:11:32","date_gmt":"2026-02-20T19:11:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/?page_id=22712"},"modified":"2026-08-03T20:13:30","modified_gmt":"2026-08-03T18:13:30","slug":"2026-erinnerungen-an-unsere-aktivitaeten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/fachgruppen\/blinde-und-sehschwache\/wandererinnerungen\/2026-erinnerungen-an-unsere-aktivitaeten\/","title":{"rendered":"2026 Erinnerungen an unsere Aktivit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<div>\n<h3 style=\"text-align: right;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-22923 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/GV_gruppe-blinde-und-sehbehinderte_menschen_Logo_4c_wide_pos-300x148.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"148\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 300px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 300\/148;\"><\/h3>\n<\/div>\n<h3 class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\"><strong>7. Februar 2026 &#8211; Augenbr\u00fcnnl<\/strong><\/h3>\n<div class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\"><strong>Ein leises Fr\u00fchlingsahnen am \u201eAugenbr\u00fcnnl\u201c<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr diese beschauliche Wanderung am 7. Februar zum \u201eAugenbr\u00fcnnl\u201c in der Gegend Payerbach\/Reichenau hatten wir schon Wettersorgen; denn unsere anderswohin geplante J\u00e4nner-Wanderung mussten wir wegen Schnee und Eis absagen. Um so mehr freuten wir uns, dass es diesmal mit der Witterung klappte. So wanderten wir von der Bahnstation los, genossen die Windstille und die leichten Plusgrade, vor allem aber das erfreuliche \u00f6rtliche Ambiente dieses historischen Tourismus- und Kulturgebiets. Es ging teilweise an der Schwarza entlang, die uns mit ihrem Rauschen freundlich begleitete. Wir ben\u00fctzten auf weite Strecken den Wasserleitungsweg der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung, der gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit dem Abschnitt s\u00fcdlich von Wien hat. Ich musste im Dahinwandern an unsere Oktober-Tour des letzten Jahres in der Gegend Gumpoldskirchen\/Baden denken. Nur war es jetzt, an diesem Februartag, winterlich kalt und eher bew\u00f6lkt, mit ein paar harmlosen Regentropfen; und doch dachte ich, dass der Fr\u00fchling sich ganz vorsichtig ank\u00fcndigt. Manchmal blinzelte n\u00e4mlich die Sonne durch und w\u00e4rmte uns Gesichter und Herzen. Die eigentliche Augenbr\u00fcnnl-Runde hatte immerhin ihre abenteuerlichen Passagen: Der eher kurze Anstieg war ziemlich steil und relativ schwierig, vor allem auch in Anbetracht einiger noch vorhandener Schnee- und Eisfelder. Unser Begleitteam bew\u00e4ltigte aber mit uns gemeinsam alle Hindernisse mit Bravour. Das Br\u00fcnnl ist eine Quelle, deren Wasser eine heilende Wirkung vor allem auf die Sehkraft haben soll. Sicherheitshalber f\u00fcllte unsere Wanderf\u00fchrerin zur Abgabe an uns eine Flasche voll. So hatten wir uns das Mittagessen reichlich verdient und kehrten im Gasthof Kobald zu einem gepflegten, guten Mittagessen ein. Dort hielten wir uns aber nicht zu lange auf, weil wir geplant hatten, die rund 4 km zur Bahnstation zur\u00fcckzuwandern mit einem Zwischenstopp in der B\u00e4ckerei-Caf\u00e9-Konditorei N\u00f6bauer, eine gro\u00dfe Verlockung f\u00fcr Naschkatzen wie mich. Vielleicht leben Asketen l\u00e4nger, Bananenschnitten aber sind besser! Der Dank an unser Begleitteam darf nicht fehlen, denn sie sind es, die uns diese sch\u00f6nen Stunden erm\u00f6glichen. Ihr Engagement ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, sondern eine au\u00dferordentliche Leistung im Rahmen der Mitmenschlichkeit. F\u00fcr mich ist es jedes Mal eine Freude, in der Gruppe dabei zu sein und die Wanderungen mitzumachen.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>\n<h3><strong>7. M\u00e4rz 2026 Kammersteinerh\u00fctte &#8211;&nbsp;<\/strong>&#8222;Wir wandern mit dem Sonnenschein\u201c<\/h3>\n<p>Diese Liedzeile passte hervorragend zum Ausflug unserer Inklusiv Wandergruppe vom Gie\u00dfh\u00fcbl auf die Kammersteinerh\u00fctte. Eigentlich war die Wanderung f\u00fcr den J\u00e4nner geplant, musste damals aber wegen vereister Wege entfallen.<br \/>\nBei knapp 10 Grad und wolkenlosem Himmel, machten wir uns nach der kurzen Busfahrt durch Liesing auf den Weg. Immerhin galt es diesmal, ca.350 H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen, wir waren aber alle motiviert und vergn\u00fcgt, einschlie\u00dflich unserer Begleitpersonen, die es verstehen, uns locker und routiniert alle Hindernisse gangbar zu machen.<br \/>\nZun\u00e4chst wanderten wir, ziemlich steil abw\u00e4rts, durch Laubwald, der bereits einen Hauch von Gr\u00fcn zeigte. Der Fr\u00fchling lag schon in der Luft mit Leberbl\u00fcmchen am Wegrand und dem bekannt durchdringenden Geruch des B\u00e4renlauchs, vor allem um diese Jahreszeit ein wertvoller Bestandteil in unseren Speisen. Bald f\u00fchrte der Weg bergauf, zun\u00e4chst \u00fcber Forstwege, dann aber \u00fcber teils wurzelige und steile Wegstrecken im Wald, die Aufmerksamkeit erforderten und auf denen auch einige Baumst\u00e4mme quer lagen. Zwischendurch gab es geschl\u00e4gerte Fl\u00e4chen und an B\u00e4umen deutlich erkennbare Spuren von Schneebruch aus dem heurigen Winter.<br \/>\nDas hervorragende Essen in der Kammersteinerh\u00fctte entsch\u00e4digte uns f\u00fcr den m\u00fchevollen Aufstieg, den die prachtvolle Witterung uns aber erleichtert hatte. Der Abstieg brachte wieder einige abenteuerliche Passagen, die wir dank unseres Begleitteams bestens schafften. Einen kleinen Abstecher genehmigten wir uns dabei zur \u201eWaldandacht\u201c, einer kleinen Kapelle auf einem H\u00fcgel.<br \/>\nZuletzt hatten wir Gl\u00fcck mit einer nur kurzen Wartezeit auf den Bus zur\u00fcck nach Liesing Bahnhof. Von dort machten wir uns auf die Heimreise, mit dem Bewusstsein, einen supersch\u00f6nen Tag erlebt zu haben.<br \/>\nWie immer waren unsere Wanderf\u00fchrung und die Begleitpersonen gewisserma\u00dfen der Motor dieses so gelungenen Ausflugs. Einen sehr herzlichen Dank an sie alle. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen.<\/p>\n<p>Christine Hinkel<\/p>\n<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<h3><strong>11. April 2026 \u201eDonau so Blau\u201c<\/strong><\/h3>\n<div>\n<p>Das war sie tats\u00e4chlich, die Donau, als unsere Gruppe am 11. April 2026 von Hollenburg\/Kleedorf in der Wachau den Rundweg zur Wetterkreuzkirche wanderte. Ja, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange Bahn- und Busfahrt hatte sich gelohnt.Bei durchschnittlich 10 Grad und teilweise angenehmem Sonnenschein hatten wir wieder einmal das ideale Wanderwetter. Meist konnten wir die gut 250 H\u00f6henmeter auf Forststra\u00dfen und schmalen Waldwegen bew\u00e4ltigen. Doch w\u00e4hlte unsere Wanderf\u00fchrung zwischendurch auch eine schwierige Passage, denn zum Wandern geh\u00f6rt Spannung. Unsere Begleitpersonen waren dabei im Volleinsatz, und wir m\u00fchten uns nach Kr\u00e4ften, sie zu entlasten. Alles lief bestens.<\/p>\n<p>Fr\u00fchling in der Wachau, das hat etwas! Da gab es beispielsweise die Weing\u00e4rten auf der einen Seite, auf der anderen Seite Wald oder Wiese, und wiederholt den Blick auf die Donau, die im Sonnenlicht tats\u00e4chlich blau zu uns her\u00fcbergl\u00e4nzte. Wunderbar war offensichtlich das wei\u00dfe Bl\u00fctenmeer anzusehen, das sich den Blicken immer wieder bot. Wir vermuteten, dass es sich dabei um Wildkirschen handelte. Am Wegrand und auf den Wiesen begr\u00fc\u00dften uns Felder von Himmelschl\u00fcsseln und Veilchen, deren Blau die Farbe der Donau ins Ged\u00e4chtnis rief, wo sie gerade nicht sichtbar war.<\/p>\n<p>Etwas Besonderes ist die terrassenf\u00f6rmige Struktur der Landschaft, die sich an den Ufern der Donau stufenf\u00f6rmig erhebt. Wir konnten die L\u00f6ssw\u00e4nde betasten: Sie wirken schnurgerade, trotzdem findet sich an ihnen Moos. Ich dachte, wie entschlossen lebensbejahend und harmonisch die Natur sich uns zeigt.<\/p>\n<p>Meditative Gedanken und Mittagessen sind offensichtlich verwandt, denn beide beginnen mit einem \u201eM\u201c. Und so genossen wir das k\u00f6stliche Mittagessen nach unserer Wanderung in einem Restaurant, das nahe der Busstation unserer Ankunft am Morgen gelegen war. Zur Abwechslung nahmen wir auf dem R\u00fcckweg nach kurzer Busfahrt ab Traismauer die Bahn und landeten zeitgerecht in Wien.<\/p>\n<p>Einen ganz herzlichen Dank an unsere Wanderf\u00fchrung und die gesamte Begleitgruppe. Ihre Umsicht und hingewendete Betreuung machen es unserem Personenkreis erst m\u00f6glich, unbeschwerte Wanderfreude in einem so aufgeschlossenen Kreis zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Christine Hinkel<\/p>\n<\/div>\n<h3><strong>2. Mai 2026 &#8222;Zwei in Eins&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p>Das hatten wir vergangenen Samstag bei unserem Monatsausflug, diesmal nach Asparn an der Zaya ins MAMUZ-Freiluftmuseum. \u201eZwei\u201c deshalb, weil gewisserma\u00dfen Kultur f\u00fcr einen ganzen Tag und auch Wandern in der normalen L\u00e4nge auf dem Programm standen.<\/p>\n<p>Wir konnten uns \u00fcber eine spezielle F\u00fchrung freuen: Es begleitete uns n\u00e4mlich eine Arch\u00e4ologin, die Enkelin einer unserer Wanderf\u00fchrerinnen. Sie hatte sich im Vorjahr schon f\u00fcr Carnuntum zur Verf\u00fcgung gestellt und brachte uns auch diesmal wieder die Kunstsch\u00e4tze \u2013 nun im MAMUZ Museum &#8211; in beeindruckender Weise nahe.<\/p>\n<p>Wir wurden zun\u00e4chst 40.000 Jahre zur\u00fcckversetzt, in die Altsteinzeit, zu den Mammuts, die \u00fcber 5 m lang und viele Tonnen schwer waren. Dagegen sind unsere Elefanten unauff\u00e4llig klein. Sehr beeindruckt haben mich die Werkzeuge aus der Steinzeit. Es ist erstaunlich, mit welchem Geschick die Menschen mit Steinwerkzeugen Steine zerlegt und scharfe Kanten und Spitzen hergestellt haben, um sich so die Natur durch Jagd und Hausbau nutzbar zu machen. Wir besichtigten etliche H\u00e4user aus fr\u00fchen Jahrtausenden, darunter ein sogenanntes Langhaus, von 21 m L\u00e4nge, errichtet aus Holzst\u00e4mmen und Lehmmauern, gedeckt mit einem Dach aus Schilf. Interessant fand ich das Grubenhaus, eine \u00e4hnliche, schon etwas modernere Baulichkeit, die vier Stufen unter Niveau gesetzt war. Man merkte die K\u00fchle gegen\u00fcber drau\u00dfen.<\/p>\n<p>Schon in fr\u00fcher Zeit gab es ansprechende Gef\u00e4\u00dfe und Kunstgegenst\u00e4nde aus Holz und Ton, in einem Stil, die heutigen Designern Respekt einfl\u00f6\u00dfen w\u00fcrden. Die gezeigten Sch\u00fcsseln machten den Eindruck richtiger Kunst.<\/p>\n<p>Es ermutigt, bei Betrachtung der Ausstellung zu denken, wie wandlungsf\u00e4hig und aufbauf\u00e4hig wir Menschen sind. Dies st\u00e4rkt die Hoffnung, dass wir es \u00fcber alle Schwierigkeiten hinweg schaffen werden, unsere Zukunft positiv zu gestalten.<\/p>\n<p>Nach der fast dreist\u00fcndigen F\u00fchrung waren wir rechtschaffen hungrig und lie\u00dfen uns das Mittagessen in Asparn bestens schmecken. Die ausgiebigen Portionen konnten wir gut gebrauchen, weil noch eine Wanderung von \u00fcber 9 km nach Mistelbach vor uns lag. Mit leichter Versp\u00e4tung landeten wir dann alle gl\u00fccklich auf dem Bahnhof und freuten uns \u00fcber einen gem\u00fctlichen Platz im Zug.<\/p>\n<p>Unsere Wanderf\u00fchrung und Begleitgruppe haben sich wie immer mit gro\u00dfem Engagement und viel Umsicht f\u00fcr uns eingebracht. Sie sind es, die daf\u00fcr sorgen, dass wir Erlebnisse der besonderen Art genie\u00dfen k\u00f6nnen. F\u00fcr sie alle einen Strau\u00df symbolischer Blumen als aufrichtigen Dank.<\/p>\n<p>Christine Hinkel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>6. Mai 2026 &#8211; Naturschauspiel Nothklamm<\/strong><\/h3>\n<p>Die Klammwanderungen haben es mir angetan, weil uns in ihnen die Natur urt\u00fcmlich nahekommt. Dies konnten wir bei unserer Seniorenwanderung am 6. Mai in die Nothklamm im Geopark Gams bei Hieflau deutlich best\u00e4tigt finden.<\/p>\n<p>Die \u00fcber zweist\u00fcndige Busfahrt hatte sich gelohnt. So dachte ich, als wir unsere gut 7 km lange Wanderung mit einem kurzen Steilst\u00fcck abw\u00e4rts begannen, um dann auf bequemen Wegen durch Gams und bis zur Nothklamm zu gelangen. Als Vorgeschmack des Zentralerlebnisses wanderten wir zun\u00e4chst oberhalb der Klamm entlang, immer begleitet von dem wasserfallartig rauschenden Gebirgsbach in der Tiefe. Schon der Abstieg wurde zum Abenteuer, denn wir mussten 3 extrem steile Treppenabs\u00e4tze bew\u00e4ltigen. Sie waren zwar perfekt auf beiden Seiten abgeschrankt, doch waren die Stufen fast so schmal wie Leitersprossen. Wer wie ich etwas Derartiges nicht gew\u00f6hnt ist, muss sich ordentlich konzentrieren. Wir hatten allerdings unsere Begleitgruppe, auf die wir uns immer verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unten in der Klamm rauschte uns das Wasser auf der gesamten Strecke sein m\u00e4chtiges Lied. Auf engen, aber gut ausgebauten Naturwegen mit Br\u00fccken und \u00dcberg\u00e4ngen schl\u00e4ngelten wir uns voll beeindruckt zwischen den steilen Felsen und dem herabst\u00fcrzenden Gebirgsbach dahin. Die Klangwirkung war so massiv, dass sie teilweise sogar die Optik ersetzte. Die Natur entfaltete sich vor unserem inneren Auge nahezu bildhaft real, als Abenteuer erster Klasse.<\/p>\n<p>Der Aufstieg aus der Klamm gelang so klaglos wie der Abstieg; und auf dem Weg zur\u00fcck nach Gams zum Mittagessen beim Kirchenwirt bemerkten wir zunehmend, dass unser Magen Nachschub forderte. Den bekamen wir dann auch in bester Qualit\u00e4t, was unsere gute Laune noch steigerte.<\/p>\n<p>Ebenso reibungslos verlief die R\u00fcckfahrt mit dem Bus, und dies erm\u00f6glichte uns mit Ankunft 18:00 in H\u00fctteldorf danach eine bequeme private Heimfahrt.<\/p>\n<p>Danke zu sagen ist einmal mehr an unsere Wanderf\u00fchrung und Begleitgruppe. Sie leisten im Einsatz f\u00fcr uns Betroffene Gro\u00dfartiges, und dies alles mit Freude und wie selbstverst\u00e4ndlich. Sie sind der eigentliche Motor unserer Erlebnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Christine Hinkel<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnt ihr noch ein kleines Video von der Nothklamm h\u00f6ren und sehen:<\/p>\n<div style=\"width: 1140px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-22712-1\" width=\"1140\" height=\"641\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kurzfilm-Nothklamm.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kurzfilm-Nothklamm.mp4\">https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kurzfilm-Nothklamm.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>6. Juni 2026 &#8211; Wanderung zum Leitha-Ursprung<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt sie noch, die Vogelparadiese!<\/p>\n<p>So dachte ich zufrieden, als wir am 6. Juni unsere Wanderung in Katzelsdorf auf dem Rundwanderweg zum Ursprung der Leitha begannen. Wir hatten kaum H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen und konnten uns auf der gut 9 km langen Strecke ganz unserem Geplauder und den unterschiedlichen Sinneseindr\u00fccken widmen.<\/p>\n<p>Ich frage mich, wer von uns das Wetter bestellt hatte, denn es war buchst\u00e4blich ideal. Bei Sonnenschein und um die 20 Grad wanderten wir durch den gepflegten Ort und dann entlang des Flusses, vielfach auf dem Rasen des Hochwasserdammes. Dabei wechselten lockerer Wald und Getreidefelder mit Geh\u00f6ften und Ansiedlungen. Manchmal erinnerte uns eine agrarische Duftnote an Urlaube auf dem Land, meist aber herrschten die Aromen des Fr\u00fchlings vor: Es bl\u00fchte und duftete \u00fcberall, von sanft die Nase umschmeichelnd bis bet\u00f6rend mit voller Herznote. Die Krone des Ganzen waren aber die Vogelstimmen.<\/p>\n<p>Jahre schon, so scheint mir, gibt es bei uns in der Gegend Wien\/Umgebung im Fr\u00fchling weniger Vogelgesang als in fr\u00fcherer Zeit. Ganz anders zeigte sich das Bild bei unserer Wanderung an der Leitha. Man konnte von \u00fcberall her die schmelzenden Stimmen der Amseln h\u00f6ren, begleitet von den fr\u00f6hlichen T\u00f6nen der Finken und Meisen und anderer Bewohner der L\u00fcfte. Das Vogelparadies hie\u00df uns willkommen.<\/p>\n<p>Dazu passte das gem\u00e4chliche Dahinflie\u00dfen der Leitha, deren Ursprung eine Eigent\u00fcmlichkeit aufweist. Der Fluss beginnt n\u00e4mlich dort, wo Pitten und Schwarza in einer kurzen Landbarriere enden. Erstaunlich, was die Natur an Au\u00dfergew\u00f6hnlichem hervorbringt.<\/p>\n<p>Nach diesen abstrakten Betrachtungen wechselten wir vergn\u00fcgt zu Konkretem, n\u00e4mlich dem Mittagessen in Lanzenkirchen, das sich als ganz hervorragend erwies. Vom Gasthof hatten wir nur wenige Schritte zur Busstation f\u00fcr die R\u00fcckfahrt \u00fcber Wiener Neustadt.<\/p>\n<p>Die Wanderf\u00fchrung und unsere Begleitpersonen sind es, denen unser besonderer Dank gilt. Ihre Zuwendung und immer aufmerksame Unterst\u00fctzung machen f\u00fcr uns das Wandern jedes Mal zu einem echten Erlebnis.<\/p>\n<p>Christine Hinkel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>4. Juli 2026 &#8211; Stausee Ottenstein<\/h3>\n<p>Wandern vertr\u00e4gt sich gut mit Stau!<\/p>\n<p>Zugegeben, nicht mit allen Stauarten. Jedenfalls passen wandern und stauen sehr gut zusammen, wenn man einen Stausee entlangwandert, so wie unsere Gruppe am 4. Juli bei der Wanderung am Stausee Ottenstein im Waldviertel.<\/p>\n<p>Bei der Wettervorhersage f\u00fcr den 4. Juli dachte ich: Gl\u00fcck muss der Mensch haben! &#8211; Denn dieser Tag war der erste mit normalen Sommertemperaturen nach einer einw\u00f6chigen Hitzewelle. So atmeten wir erleichtert auf als wir nach der Bahnfahrt bis Krems und nachfolgender Busfahrt in Rastenfeld ankamen und uns ein angenehm sonniger Tag mit k\u00fchlendem Wind um die Nasen wehte. Nach kurzer Wanderung durch den Ort waren wir auch schon am Ufer angelangt und marschierten auf Stra\u00dfe und Forstwegen l\u00e4ngs des Sees dahin. &nbsp;<\/p>\n<p>Der Stausee Ottenstein staut das Wasser des Kamp auf und ist zugleich ein Erholungsparadies. Dort gibt es Boote in Gro\u00df und Klein und auch Badepl\u00e4tze; wobei trotz der Hitze der vergangenen Tage das Wasser wohl noch sehr frisch sein d\u00fcrfte. Ein Urlaub am Strand dr\u00e4ngt sich in Gedanken auf, wenn das leise Glucksen der Boote und die fr\u00f6hlichen Stimmen der Erholungsuchenden ans Ohr dringen. Sch\u00f6n ist auch das Zusammenspiel von Wasser und Wald: Der einladende Mischwald mit teilweise hohen B\u00e4umen vermittelte die Empfindung einer Klimaoase am Herzschlag der Natur.<\/p>\n<p>Trotz der Freude am Wandern machte es schlie\u00dflich Freude, nach \u00fcber 6 km ans Mittagessen zu denken, das wir in gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re im Restaurant nahe Burg\/Schloss Ottenstein genossen und dabei die Kommunikation nicht zu kurz kommen lie\u00dfen. Vor unserer R\u00fcckwanderung zum Bus nach Rastenfeld nutzten wir noch die Zeit, um ganz naturnah am Seeufer auf B\u00e4nken oder gro\u00dfen Steinen sitzend zu plaudern. Der Tag war ideal daf\u00fcr geeignet, der Sommerurlaub lag in der Luft.<\/p>\n<p>Innerlich erw\u00e4rmt und rundum zufrieden kamen wir p\u00fcnktlich in Wien an.<\/p>\n<p>Der Dank an unsere Wanderbegleitung kam sicher allen vom Herzen. Unser Begleitteam leistet Gro\u00dfartiges an Geschicklichkeit und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen. Das ist alles nicht selbstverst\u00e4ndlich, doch das Beste daran: Es kommt wie selbstverst\u00e4ndlich her\u00fcber.<\/p>\n<p>Christine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>18. &#8211; 19. Juli 2026 &#8211; Ein Wochenende in der Retzer Gegend&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-25682 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" data-srcset=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026_05_23_09_55_33-570x427.jpg 570w\" data-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 300px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 300\/225;\" \/><\/strong><\/h3>\n<p>Am 18. Juli 2026 fuhren vier Menschen mit Sehbehinderung mit ihren Begleitern nach Unternalb bei Retz. Wir lie\u00dfen unser Gep\u00e4ck in unserer Unterkunft, dem Caritashaus OBENauf und wanderten los. Zun\u00e4chst passierten wir sehr verfallene Weinkeller. Danach ging es, zwischen zum Teil bereits abgeernteten Feldern und Weing\u00e4rten, weiter. Wir waren froh, dass die Sonne oft von Wolken verdeckt war und vor allem ein angenehmer Wind blies.<br \/>\nUnser Ziel war die H\u00fchnerkoppel. Hier erwartete uns schon Kurt, der uns \u00fcber die Geschichte der Weinkeller unterrichtete und dann mit uns in die Unterwelt hinabstieg. Wir waren beeindruckt von dem Labyrinth der G\u00e4nge und dem \u201eSandstrand\u201c, wo Kinder tats\u00e4chlich eine Burg gebaut hatten.<br \/>\nNach einem Umtrunk in der Laube (Apfelsaft oder Wein), machten wir uns auf den Weg zu unserem n\u00e4chsten Ziel, der Retzer Windm\u00fchle. Mittlerweile hatte die Sonne gegen die Bew\u00f6lkung gesiegt und es war erheblich w\u00e4rmer geworden, etwa 32\u00b0. Wie zuvor waren wir im fast baumlosen Gel\u00e4nde unterwegs. Ein letzter Kraftakt \u2013 die Steigung zur Windm\u00fchle \u2013 dann hatten wir es geschafft!<br \/>\nVor der Windm\u00fchle stehen zwei B\u00e4nke, die wir nun in Beschlag nahmen, um unseren mitgebrachten Proviant zu verzehren. (Der Windm\u00fchlenheurige hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Ausschank \u2013 wir waren darauf vorbereitet!) Dabei kamen wir in den Genuss zu erleben, wie sich die Fl\u00fcgel der Windm\u00fchle, direkt neben uns, drehten.<br \/>\nUnser weiterer Weg f\u00fchrte uns zum Kreuzweg auf dem H\u00fcgel mit einem sch\u00f6nen Ausblick auf Retz. Dann ging es in ein W\u00e4ldchen und hinunter zur Altstadt. (Das ist n\u00e4mlich der urspr\u00fcngliche Ort mit dem Anger.) Wir kamen am Einstieg in den Retzer Erlebniskeller vorbei, passierten das Znaimer Tor und steuerten direkt die Konditorei Wiklicky an. Im Schanigarten genossen wir die k\u00f6stlichen Eissorten.<br \/>\n\u00dcber den Hauptplatz, vorbei an der Gatterburg, der M\u00e4hrischen Botschaft und dem Bahnhof, gelangten wir wieder in die Natur. Nach nicht allzu langer Zeit erreichten wir unser Quartier. Zum Abendessen fuhren wir dann zum Heurigen Kruspel, wo es viele \u2013 kalte \u2013 K\u00f6stlichkeiten gab.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen brachte ein reichhaltiges Fr\u00fchst\u00fccksbuffet. Dann verstauten wir das Gep\u00e4ck in den Autos und fuhren nach Retz. Nun wollten wir den ber\u00fchmten Retzer Weinkeller mit seinen vielen G\u00e4ngen und drei Etagen kennenlernen. Unser F\u00fchrer, Alex, erz\u00e4hlte uns launig Wissenswertes, gespickt mit Sp\u00e4\u00dfen.<br \/>\nNat\u00fcrlich enden alle diese F\u00fchrungen in der Vinothek. Gut so! Denn w\u00e4hrend wir hier noch waren, fand der Regen ein Ende, der irgendwann begonnen hatte, als wir tief im Sandstein steckten. Es gab viel zu kosten und zu \u00fcberlegen, sodass wir zu unserem Mittagessen in der M\u00e4hrischen Botschaft sogar ein klein wenig versp\u00e4tet ankamen. Das Essen dort war gut (zum Teil b\u00f6hmisch). Hier trennten sich anschlie\u00dfend unsere Wege. Wir verabschiedeten uns voneinander nach einem sehr netten Wochenende.<\/p>\n<p>Uschi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1. August 2026 &#8211; Waldwanderung<\/h3>\n<p><strong>\u201eSch\u00f6ner Schatten\u201c<br \/>\n<\/strong>Das sagte meine Begleiterin mit Recht zu mir w\u00e4hrend der Wanderung unserer Gruppe am 1. August; wir waren n\u00e4mlich vorwiegend im Wald unterwegs: ab Rekawinkel \u00fcber Hochstra\u00df\/Jochgrabenberg und weiter bis Eichgraben.<\/p>\n<p>Mitten in der jetzigen Hitzewelle erwies sich der 1. August mit \u201enur\u201c 33 Grad als etwas gem\u00e4\u00dfigt. Dabei lernten wir den Wald als Schattenspender und Klimaoase voll zu sch\u00e4tzen. Er bot uns Hitzeschutz und den von meiner Begleiterin angesprochenen Schatten. So schaffte unsere Gruppe von 6 blinden\/sehbeeintr\u00e4chtigten Personen und dar\u00fcber hinaus dem entsprechenden Begleitteam die 300 H\u00f6henmeter \u00fcber den gut wanderbaren Forstweg bis zur Sendestation auf dem Jochgrabenberg in Hochstra\u00df ohne Probleme. Die interessanten Gespr\u00e4che mit unseren Begleitpersonen motivierten uns zus\u00e4tzlich zum k\u00fchlenden Dach des Waldes, den Temperaturen keine besondere Beachtung zu schenken.<br \/>\nImmerhin waren wir, mittelm\u00e4\u00dfig schwitzend, zufrieden, als wir am h\u00f6chsten Punkt bei 645 m auf dem Jochgrabenberg in Hochstra\u00df bei der Sendestation anlangten. Dort rauschte es kr\u00e4ftig, wie starker Wind. Wir vermuteten, dass es sich um die K\u00fchlventilation der Sendeanlage handelte.<br \/>\nVon da an ging es bergab, zun\u00e4chst im Wald und sp\u00e4ter auf der Stra\u00dfe, die uns zur Busstation nach Eichgraben f\u00fchrte. Das Warten auf den Bus fiel uns leicht, denn wir sa\u00dfen im \u201esch\u00f6nen\u201c Schatten, zuerst bei einer \u00f6rtlichen Kirche, dann direkt an der Busstation, wo es sogar einen Getr\u00e4nkeautomaten gab.<br \/>\nAuch der Gastgarten im Restaurant in Eichgraben empfing uns mit Schatten, leichtem Wind und durchaus angenehmen Sommertemperaturen. In Kombination mit den ausgezeichneten Speisen und unserem gem\u00fctlichen Geplauder f\u00fchlten sich wohl alle entspannt und voll zufrieden. Als wir zum nahegelegenen Bahnhof aufbrachen, zeigten sich Gewitterwolken; wir konnten aber noch trocken in den Zug Richtung Wien steigen.<br \/>\nEinen schattenlos strahlenden Dank an unsere Wanderf\u00fchrung und Begleitgruppe f\u00fcr diesen Super-Wandertag mitten im Hochsommer. Sie leisten Gro\u00dfartiges mit absoluter Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<p>Christine Hinkel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/fachgruppen\/blinde-und-sehschwache\/wandererinnerungen\/\">Zur\u00fcck zu Wandererinnerungen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7. Februar 2026 &#8211; Augenbr\u00fcnnl Ein leises Fr\u00fchlingsahnen am \u201eAugenbr\u00fcnnl\u201c F\u00fcr diese beschauliche Wanderung am 7. Februar zum \u201eAugenbr\u00fcnnl\u201c in der Gegend Payerbach\/Reichenau hatten wir schon Wettersorgen; denn unsere anderswohin geplante J\u00e4nner-Wanderung mussten wir wegen Schnee und Eis absagen. Um so mehr freuten wir uns, dass es diesmal mit der Witterung klappte. 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