{"id":22689,"date":"2026-02-20T20:08:43","date_gmt":"2026-02-20T19:08:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/?page_id=22689"},"modified":"2026-03-05T14:06:02","modified_gmt":"2026-03-05T13:06:02","slug":"2025-erinnerungen-an-unsere-aktivitaeten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/fachgruppen\/blinde-und-sehschwache\/wandererinnerungen\/2025-erinnerungen-an-unsere-aktivitaeten\/","title":{"rendered":"2025 Erinnerungen an unsere Aktivit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<div class=\"oax-one-contribution-text oax-translation-anchor oax_font_default\">\n<div class=\"oax-text-contribution-wrapper oax_marg_top_11\">\n<h3 style=\"text-align: right;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-22923 lazyload\" data-src=\"http:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/GV_gruppe-blinde-und-sehbehinderte_menschen_Logo_4c_wide_pos-300x148.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"148\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 300px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 300\/148;\"><\/h3>\n<h3 class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\"><strong>6. Dezember 2025 &#8211; Adventwanderung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\">Laudon im Advent \u2013 Gegens\u00e4tze k\u00f6nnen sich anziehen! Das ist der Fall bei der Adventwanderung unserer Gruppe vom 6. Dezember; denn einerseits besuchten wir dabei das Grab des Feldherrn Gideon Ernst von Laudon, andererseits feierten wir stimmungsvoll Advent, eine Zeit f\u00fcr Frieden und Vers\u00f6hnung.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div data-is-video=\"false\" data-youtube-id=\"\" data-title=\"Unser Etappenziel erreicht\" data-description=\"\" data-id=\"624897413\" data-point=\"15.809655,47.701327\" data-_oax_lightbox_not_installed_yet=\"true\">\n<p>Wieder hatten wir Gl\u00fcck mit dem Wetter: Die Dezembersonne konnten wir zwar fast vergessen, ebenso aber Wind und Regen. Wir hatten es rundum trocken und k\u00fchl. Die wenigen Matschpf\u00fctzen auf unserem gepflegten Weg waren eher spannend als \u00e4rgerlich. So hatten wir innerlich Mu\u00dfe, uns voll der Person des Feldherrn Laudon zu widmen, durch dessen Schlossparkareal unsere Wanderung zun\u00e4chst f\u00fchrte. An seinem Monument machten wir Halt und erfuhren Einzelheiten \u00fcber sein Leben und Wirken. Er diente vor allem in der Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia (1740-1780), eroberte Belgrad aus t\u00fcrkischer Hand und war im Krieg gegen Preu\u00dfen erfolgreich. Selbst im hohen Alter von ca.70 Jahren (um 1790) \u00fcbertrug man ihm noch wichtige Aufgaben. Er war zweifellos eine herausragende Pers\u00f6nlichkeit. W\u00e4hrend ich der beeindruckend vorgetragenen Verlesung der Geschichte Laudons durch unsere Begleitpersonen zuh\u00f6rte, bedachte ich unsere derzeitige geopolitische Weltlage mit Blick auf Advent und Laudon und fragte mich, ob auch Feldherren sich eine Welt w\u00fcnschen, in der ihr Beruf unn\u00f6tig w\u00e4re.<br \/>\nDas Mittagessen jedenfalls war f\u00fcr uns n\u00f6tig, nachdem wir \u00fcber den Kasgraben ca.150 H\u00f6henmeter sanft aufw\u00e4rts zum Dianabr\u00fcndl gewandert waren und dann wieder abw\u00e4rts im Gasthof Ochsenkopf landeten. Der H\u00f6hepunkt des Tages kam danach in Form der Adventfeier, die unsere Begleitgruppe mit viel Liebe und Sachverstand gestaltete. Zu den hervorragenden selbst gemachten Keksen und Marmeladen und den weihnachtlichen Gitarrenkl\u00e4ngen gesellten sich geistreiche, humorvolle Advent- und Weihnachtsgeschichten, die so engagiert vorgetragen wurden, dass der Zauber dieser Tage wie greif- und f\u00fchlbar in der Luft lag.<br \/>\nNun, zum Jahresabschluss, scheint es mir von gro\u00dfer Wichtigkeit, unserer Begleitgruppe zusammenfassend f\u00fcr das gesamte Jahr 2025 f\u00fcr ihre viele begeisterte M\u00fche zu danken, mit der sie sich unserem Kreis blinder und sehbehinderter Personen widmen. Ihr Einsatz bringt Glanz in unser Leben \u00e4hnlich dem Weihnachtsstern, dessen Leuchten dauerhaft froh macht.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>6. November 2025 &#8211; Bisamberg<\/strong><\/h3>\n<p>Sp\u00e4therbstlich empf\u00e4ngt uns der Bisamberg<br \/>\nUnser fast schon sprichw\u00f6rtliches Wettergl\u00fcck hat uns auch bei der Wanderung am 8. November auf den Bisamberg nicht verlassen. Trotz mancher Wolken bekamen wir keinen Regen ab und konnten den Bisamberg fr\u00f6hlich erkunden.<br \/>\n\u00dcber den Weinweg ab Langenzersdorf und den Rehgraben marschierten wir z\u00fcgig auf gepflegten Wegen ca.200 H\u00f6henmeter zur Elisabethh\u00f6he (356 m). Auch im Sp\u00e4therbst wirkte die Natur freundlich und einladend. Der w\u00fcrzige Duft der gefallenen Bl\u00e4tter hatte f\u00fcr mich wenig Melancholisches, viel eher war es wie das Versprechen des Lebens, das schon im Zerfall des Gewesenen aufkeimt.<br \/>\nBeim Namen \u201eBisamberg\u201c f\u00e4llt mir lustigerweise der seinerzeitige Bisampelzmantel meiner Mutter ein, ein kuscheliges Wohlf\u00fchlst\u00fcck. Der Berg hat aber anscheinend nichts mit den Bisamratten zu tun, sondern geht (laut Internet) m\u00f6glicherweise auf einen Mann namens Poso zur\u00fcck. Um so klarer ist die Geschichte der Elisabethh\u00f6he mit S\u00e4ule, die sich auf dem Bergkamm findet. Die Gedenks\u00e4ule wurde 1899 im Gedenken an die 1898 ermordete Kaiserin Elisabeth errichtet. Sie hatte etwa um 1850 von dieser Stelle aus die Truppenman\u00f6ver im Tal beobachtet. Im 2. Weltkrieg wurde die S\u00e4ule zerst\u00f6rt und danach wieder naturgetreu aufgebaut. Dieser Punkt gew\u00e4hrt einen beeindruckenden Blick auf die Donau und die so genannte \u201eWiener Pforte\u201c, einen schmalen Einschnitt in die Felsen, den der Strom sich gegraben hat. Laut Beschreibung war er vor Zeiten noch ein Bergfluss, dessen jetziges Bett im Zuge tektonischer Ver\u00e4nderungen entstanden ist.<br \/>\nVom Geschichtlichen zum Kulinarischen waren es nur ein paar Schritte, n\u00e4mlich zum Restaurant Gamsh\u00f6he, bei dem wir zu Mittag einkehrten und bestens speisten. Rasch wanderten wir danach bergab nach Hagenbrunn zum Bus zur\u00fcck nach Wien, mit einem kurzen Abstecher bei einem Hagenbrunner Heurigen, gewisserma\u00dfen, um dieser sch\u00f6nen Weingegend um den Bisamberg einschl\u00e4gig die Ehre zu geben.<br \/>\nEs ist mir wie immer ein dringendes Anliegen, der Wanderf\u00fchrung und unseren Begleitpersonen sehr herzlich zu danken f\u00fcr ihre M\u00fche und Zuwendung, die es uns erlaubt, entspannt und fr\u00f6hlich einzutauchen in die Freuden des Wanderns und die Sch\u00f6nheiten der Natur.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>18. Oktober 2025 &#8211; Johannesbachklamm mit &#8222;Licht ins Dunkel&#8220; &#8211; Unsere Sonderwanderung f\u00fcr und mit \u201eLicht ins Dunkel\u201c (ORF)<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben uns sehr gefreut, diese Wanderung \u2013 und zwar in die Johannesbachklamm \u2013 in Begleitung von Frau Eva P\u00f6lzl und Team vom ORF mitzumachen; denn \u201eLicht ins Dunkel\u201c greift das Thema Inklusion\/barrierefreie Wege in seiner heurigen Sendereihe auf und stellt dem Alpenverein auch Mittel f\u00fcr diese Zwecke zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nFrau P\u00f6lzl begleitete selbst Gruppenmitglieder und interviewte \u00fcber unterschiedliche Fragen der Barrierefreiheit. Obwohl unsere Wanderung teilweise gefilmt wurde, ging es recht z\u00fcgig voran. Zugleich erlaubte das Tempo aber auch Beschaulichkeit, ein Durchatmen in der freien, herbstlichen Natur und die Aufmerksamkeit auf Interessantes auf dem Wanderweg.<br \/>\nDen Johannesbach hatten wir einmal links, einmal rechts des Weges, auf der anderen Seite dann Felsen, und \u00fcberall gab es noch \u00fcppige herbstliche Natur: Die Bl\u00e4tter hatten schon begonnen sich zu f\u00e4rben und knisterten leicht, wenn man sie ber\u00fchrte. Es roch k\u00f6stlich nach Humus und Pflanzen, die im vor\u00fcbergehenden Absterben vor dem Winter noch ihren intensiven Duft verstr\u00f6mten. W\u00e4hrend wir so dahinwanderten, dachte ich, dass der Herbst in der freien Natur viel freundlicher wirkt als im dicht besiedelten Gebiet. In der Natur f\u00fcgt sich alles wie selbstverst\u00e4ndlich in den Kreislauf der Jahreszeiten ein und umgibt uns Wandernde mit einer einladenden Mystik. Mich beeindruckt, welche \u00dcppigkeit an Pflanzen und Moos selbst auf den steilen Felsw\u00e4nden w\u00e4chst, als wollten die Steine und Gew\u00e4chse uns ein gelungenes Zusammenleben der unterschiedlichsten Strukturen und Bereiche unseres Planeten demonstrieren.<br \/>\nDerartige philosophische \u00dcberlegungen machen anscheinend hungrig, und so war ich sehr zufrieden, dass wir diesmal schon knapp vor 12:00 unsere Schlusseinkehr mit Mittagessen hatten. Alle waren wir bester Laune und lie\u00dfen uns die guten Gerichte schmecken.<br \/>\nIch halte es f\u00fcr sehr wichtig, unserer Wanderf\u00fchrung und der gesamten Begleitgruppe besonders zu danken. Ihr uneigenn\u00fctziger Einsatz erm\u00f6glicht uns, wie auch diese Wanderung bewiesen hat, fr\u00f6hliche gemeinschaftliche Stunden und kostbare Erlebnisse.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>4. Oktober 2025 &#8211; Wasserleitungsweg<\/strong><\/h3>\n<p>Bei sch\u00f6nem Wetter wanderten wir von Guntramsdorf-Thallern entlang der 1. Wiener Wasserleitung nach Pfaffst\u00e4tten. Nat\u00fcrlich kehrten wir auch bei 2 Heurigenstandln ein &#8211; der Sturm war k\u00f6stlich! Auch begr\u00fc\u00dften wir 4 neue Teilnehmer*innen in unserer Wandergruppe! Christine hat uns wieder eine Wandergeschichte geschrieben:<\/p>\n<p>Auf den Spuren des Wiener Traditionsheurigen<\/p>\n<p>Wenn die Bl\u00e4tter fallen, wendet man sich wieder verst\u00e4rkt der Geselligkeit im kleinen oder gr\u00f6\u00dferen Kreis zu. Beispielsweise genie\u00dft man frohe Stunden beim Altwiener Heurigen; der Herbst ist aber auch eine ideale Zeit zum Wandern. So erkundete unsere Wandergruppe am 4. Oktober die Strecke in den Weing\u00e4rten zwischen Guntramsdorf und Pfaffst\u00e4tten.<br \/>\nGem\u00fctlich wie der Heurige gestaltete sich auch unsere Wanderung. Wir hatten nur ungef\u00e4hr 60 H\u00f6henmeter und eine Strecke von ann\u00e4hernd 10 km zu bew\u00e4ltigen und konnten daher die sanfte Vertr\u00e4umtheit der fr\u00fchherbstlichen Weinberge voll auf uns wirken lassen. Wenn man so zwischen den weitgehend abgeernteten Weing\u00e4rten dahinwandert, kommen Gedanken an das zur Neige gehende Jahr, an Reife und F\u00fclle. Und dazu passen gut die Heurigenst\u00e4nde auf dem Weg, die zum Verweilen und Genie\u00dfen einladen.<br \/>\nWir machten Halt an einem Stand mit Garten und Lagerfeuer und verkosteten den ausgezeichneten \u201eSturm\u201c, der angeboten wurde. Dazu gab es Brote aller Art und einen freundlichen kleinen Hund, der uns gerne besuchte in der Hoffnung auf einen guten Brocken. Ich streichelte das Tier und w\u00e4re fast mit dem Sessel umgefallen \u2013 wie schon einmal vor vielen Jahren zu Hause: Bei einem Zwischenstopp w\u00e4hrend des sonnt\u00e4glichen Familienmittagessens begannen der Terrier meiner Schwester und ich damals zu spielen. Ich streichelte, er schubste und zog \u2013 und der Sessel kippte um; ich landete zur allgemeinen Erheiterung auf dem Boden. Dieses lustige Ereignis kam mir in den Sinn, w\u00e4hrend wir es uns nun in Lagerfeuern\u00e4he bei Sturm und Broten gem\u00fctlich machten.<br \/>\nAuf unserer Wanderung entlang der Weing\u00e4rten kreuzte eine Maschine zur automatischen Weinlese unseren Weg. Die Arbeit lief rasch und effizient, wir vermuteten aber, dass die h\u00f6chsten G\u00fcteklassen sich nur mit Handverlesen erreichen lassen, weil der Automat die Trauben vor dem Pressen offensichtlich nicht aussortiert.<br \/>\nGegen Ende unserer Wanderung stimmten wir ab, ob wir nach Baden in ein Caf\u00e9 oder nach Pfaffst\u00e4tten zu einem weiteren Heurigen wollten. Die gro\u00dfe Mehrheit war \u201eSturm\u201c-begeistert, und daher landeten wir in Pfaffst\u00e4tten bei einem Gro\u00dfheurigen, praktischerweise nahe der Bahn. So konnten wir, nachdem wir uns neuerlich gest\u00e4rkt hatten, bequem die Heimreise antreten.<br \/>\nWie immer gilt der besondere Dank unserer Wanderf\u00fchrung und der Begleitgruppe. Nur durch die Umsicht und aufmerksame Zuwendung der uns begleitenden Personen werden Wanderungen dieser Art f\u00fcr uns m\u00f6glich und schaffen dadurch f\u00fcr uns eine je eigene Erlebnisqualit\u00e4t.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>20. 9. 2025 &#8211; Seebenstein &#8211; T\u00fcrkensturz<\/strong><\/h3>\n<p>Seebenstein mit T\u00fcrkensturz ist eine Reise wert<br \/>\nUnd nicht nur eine Reise, sondern auch eine Wanderung. Das konnten wir erfreulich am 20. September 2025 erfahren, als unsere inklusive BS-Wandergruppe vom Bahnhof Seebenstein zur Burgbesichtigung und nachfolgenden Wanderung zum T\u00fcrkensturz aufbrach.<br \/>\nDas Wetter meinte es bestens mit uns und motivierte unsere Gruppe, den ersten, anstrengendsten Teil der Wanderung bis zu Burg und Schloss Seebenstein flott anzugehen. Es ging z\u00fcgig durch den Ort Seebenstein und dann recht steinig und steil aufw\u00e4rts zur Burg, wo wir gerade ankamen, als eine andere Gruppe die F\u00fchrung beendete. Wir erfuhren, dass es sich bei der Br\u00fccke zur Burg nicht um eine Zug-, sondern eine Wippbr\u00fccke handelte, eine Konstruktion auf Grundlage von Drehmoment und Gewichtsverlagerung.<br \/>\nDie Burg selbst wurde noch unter den Babenbergern errichtet, und zwar im 11. Jahrhundert von Gottfried von Wels-Lambach. Sie diente vor allem zu Verteidigungszwecken. Anfang des 17. Jahrhunderts errichteten dann die K\u00f6nigsberger das heutige Hochschloss neben der Burg. Nach mehreren Besitzerwechseln ist das Anwesen nun in Privatbesitz.<br \/>\nIm Schloss finden sich einige exklusive Wohnr\u00e4ume mit wertvoller antiker Innenausstattung, wie Gem\u00e4lde und M\u00f6bel. Diese R\u00e4ume lassen das Dunkle vergessen, das die Burg in vielen Bereichen ausstrahlt; so beispielsweise das Burgverlies oder die Wappenkammer. Geschmackvoll und freundlich wirken die inneren Gartenanlagen, fast wie eine Wohlf\u00fchl-Oase, die den herben Eindruck der eigentlichen Burg mildert. Rustikal war fr\u00fcher auch die Art zu kochen: \u00dcber dem gro\u00dfen Herd hing an einer Kette ein gro\u00dfer Kessel, in dem die Speisen gegart wurden. Wollte man die Temperatur vermindern, rastete man die Kette (und damit den Kessel) einen Zahn h\u00f6her ein, oder man legte umgekehrt einen Zahn zu (verl\u00e4ngerte die Kette) und kam so n\u00e4her an die Herdflamme heran. Von da her stammt unser Ausdruck: \u201eEinen Zahn zulegen\u201c.<br \/>\nDas versuchten wir dann auch und bem\u00fchten uns um eine gewisse Eile, um zum T\u00fcrkensturz zu gelangen. Dort wurde niemals jemand hinabgest\u00fcrzt, er ist ein k\u00fcnstlicher Aufbau aus der Romantik. Das Panorama im dortigen Bereich ist etwas Besonderes; unsere Gruppe sichtete in Richtung Hohe Wand sogar G\u00e4msen.<br \/>\nBeim Abstieg \u00fcber breite, steinige Forstwege hofften wir auf ein vielversprechendes Mittagessen im Restaurant und kamen voll auf unsere Rechnung. Danach hatten wir nur mehr ein kurzes St\u00fcck zum Bahnhof Seebenstein, wo wir nicht mehr lange auf unseren Zug warten mussten.<br \/>\nHerzlicher Dank gilt unserer Wanderf\u00fchrung und der gesamten Begleitgruppe. Sie haben uns nicht nur die Planungssteine aus dem Weg ger\u00e4umt, sondern uns auch h\u00f6chst erfolgreich \u00fcber die ziemlich stein\u00fcbers\u00e4ten Wege geleitet. Die Wanderungen unserer Gruppe BS-Gebirgsverein sind immer eine Freude!<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>1. bis 8. September 2025 &#8211; Unser Wanderurlaub im Joglland: &#8222;Ein Erlebnismarathon&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p>Meine Erwartungen an unseren heurigen Wanderurlaub, den wir genau wie im Vorjahr im Gasthaus Orthofer im Joglland\/Steiermark verbrachten, waren hoch, sie wurden dann aber bei weitem \u00fcbertroffen. Wir genossen dort Wandern und Kultur im Doppelpack, alles unterstrichen von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft gegen\u00fcber unserer 17-k\u00f6pfigen Gruppe blinder\/sehbehinderter Personen und deren Begleitungen. Zu allem hatten wir in diesen Tagen, 1. Bis 8. September, fast ungetr\u00fcbtes Wettergl\u00fcck und damit ideale Urlaubsvoraussetzungen.<br \/>\nWie im Vorjahr gestaltete sich unsere Hin- und R\u00fcckfahrt sehr bequem, weil unsere Begleitpersonen uns im Privatwagen mitnahmen. So konnten wir nach Ankunft und Mittagessen gleich eine Wanderrunde drehen und dabei das Wetterkreuz vom Vorjahresurlaub begr\u00fc\u00dfen. Der Wanderschuh mit Richtungsangabe als Markierung war uns ebenfalls vertraut; als Neuheit entdeckten wir unterwegs einen Bauernhof mit einigen Alpakas; das verst\u00e4rkte unsere Vorfreude auf den kommenden Tag, f\u00fcr den die Alpakawanderung zum Alpakahof Kroisleitner geplant war.<br \/>\nBei Prachtwetter machten wir uns am Dienstag, 2. September, zum Alpakahof auf den Weg. Wie im Vorjahr gab es die vier zur F\u00fchrung geeigneten Tiere, gewisserma\u00dfen unsere alten Bekannten. Der junge Wildfang Rolando war schon etwas gesetzter, doch am Ende der fast 2 km langen Runde machte er sich selbstst\u00e4ndig, trottete einfach neben uns her und graste mit mehr Bewegungsfreiheit als die \u00fcbrigen drei die saftige Wiese ab. Zum Abschluss der Runde lie\u00dfen sich einige Alpakas im Gehege streicheln, leckten uns sogar vorsichtig ab. Im Hof Shop konnten wir dann noch einkaufen und wanderten dann heim, diesmal unter Umrundung des Eckberges. Die Natur zeigte sich noch \u00fcppig: Wir bewunderten den Schwalbenwurzenzian, dessen blaue Bl\u00fcten \u00fcbereinander am St\u00e4ngel angeordnet sind, und erfuhren, dass sein Bl\u00fchen das Sommerende ank\u00fcndigt. Recht erm\u00fcdet, aber zufrieden, landeten wir zu Hause, noch rasch gest\u00e4rkt mit einem Stamperl Schnaps, den unser Wanderf\u00fchrer Franz uns wie \u00fcblich zum Abschluss spendete. Dabei pr\u00e4sentiert er uns immer einen guten Witz \u2013 beispielsweise: Der Unterschied zwischen einem B\u00fcrgermeister und einem Ehemann? \u2013 Der B\u00fcrgermeister kennt in jedem Fall seinen Stellvertreter\u2026<br \/>\nAm Mittwoch, 3. September, hatten wir die schwierigste Wanderung des Urlaubs zu bew\u00e4ltigen, n\u00e4mlich die Wanderung \u00fcber das Wechselplateau. Wir begannen am Wetterkoglerhaus\/Hochwechsel auf 1743 m H\u00f6he, wanderten \u00fcber den Niederwechsel (1669 m) bis zum Gasthof auf der Vorauer Schwaig auf 1509 m und beschlossen die Wanderung wieder am Hochwechsel, genauer gesagt, in der N\u00e4he der dortigen Kapelle. Wanderf\u00fchrer Franz berichtete uns von der wechselvollen Geschichte dieses Ortes: Es befindet sich dort ein Soldatenfriedhof mit \u00fcber 40 Gr\u00e4bern. Die Soldaten fielen in einer Schlacht im allerletzten Stadium des Zweiten Weltkriegs, n\u00e4mlich dem 8. Mai 1945. Insgesamt war der Wechsel hier oft stark umk\u00e4mpft, so beispielsweise in den T\u00fcrkenkriegen und dem Eindringen jeweils fremder V\u00f6lkerschaften. Unsere K\u00e4mpfe galten gl\u00fccklicherweise nur den Steinen auf dem Weg, die sich sehr zahlreich fanden und uns alle unter Stress setzten. Dazu kam, dass in der Gegend pl\u00f6tzlich eine gro\u00dfe Regenwolke auftauchte und wir ann\u00e4hernd eine Stunde Regenwanderung zu absolvieren hatten. Schlie\u00dflich landeten wir aber alle nach einem ausgiebigen Mittagessen und dem zweiten Teil der Wanderung zufrieden bei den Autos.<br \/>\nDie Fischbacher Alpen waren unser Wanderziel am Donnerstag, 4. September 2025. Bei der Anfahrt ber\u00fchrten wir Krieglach, wo Peter Rosegger lebte, und a\u00dfen dann sp\u00e4ter im \u201eRoseggerhaus\u201c zu Mittag, einem Gasthaus, das seinen Namen nach dem Dichter hat, historisch aber nicht mit ihm verbunden ist. Hoch interessant war der Windpark nahe Waldbach. Dort konnten wir die Windr\u00e4der bestaunen\/betasten, etwas, das ich mir schon lange gew\u00fcnscht hatte. Mit ihrem Durchmesser von rund 6 m und einer H\u00f6he von gut 100 m stehen sie imposant in der Landschaft, 40 St\u00fcck und mehr. Der Tag war strahlend und windstill, daher befanden sie sich weitgehend in Ruhestellung. Wir jedenfalls waren aktiv und marschierten weiter zum Hochmoor, das man gut betreten kann, dank eines breiten Holzweges aus L\u00e4rchenbrettern. Unter der bunten Vielfalt der Moorpflanzen stachen den sehenden Personen die vielen reifen Heidelbeeren besonders in die Augen. Schade, die Beeren blieben unerreichbar. Umso mehr Lust hatten wir daher auf das (gute) Mittagessen im Roseggerhaus, zu dem wir zur\u00fcckwanderten. Bei dieser letzten Wanderung mit Wanderf\u00fchrer Franz lernten wir auch noch etwas \u00fcber Tiere: In der Schule fragt der Lehrer: Wer kann mir sagen, wie die Tiere hei\u00dfen, die im Wasser und auf dem Land leben k\u00f6nnen? \u2013 Meldet sich der Seppl und verk\u00fcndet: Das wei\u00df ich, Herr Lehrer, das sind die Sommerfrischler.<br \/>\nAm Freitag, 5. September, zeigte sich das Wetter allerdings weniger nach Sommerurlaub, denn ab dem fr\u00fchen Nachmittag war Schlechtwetter zu erwarten. Daher erwanderten wir am Vormittag den Kaiser-Karl-Rundwanderweg, der nahe unserem Quartier beginnt und endet. Zwischen unserer Gastgeberfamilie Orthofer und den Habsburgern besteht eine historische Verbundenheit: Ein Orthofer war der Jagdleiter des letzten Kaisers Karl, dem das Gebiet geh\u00f6rte; auch schenkte Kaiserin Zita der Familie Orthofer im Zweiten Weltkrieg das Areal und besuchte Gebiet und Familie in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Immerhin wanderten wir auch an diesem Tag 6 km mit fast 200 m H\u00f6henunterschied. Abschlie\u00dfend erkundeten wir den Gesundheitspfad nahe dem Haus, einen so genannten Barfu\u00dfweg mit Kneipp-Charakter; wir blieben aber lieber in den Wanderschuhen. Zum Mittagessen bei Orthofer kamen wir noch trocken und konnten die Regenfront des Nachmittags und der Nacht zu Hause vorbeigehen lassen.<br \/>\nDer 6. September war ganz der Kultur gewidmet: Am Vormittag war eine F\u00fchrung im Freilichtmuseum von Vorau angesetzt, am Nachmittag folgte eine F\u00fchrung durch das Stift Vorau und am Abend wohnten wir einem musikalischen Gro\u00dfereignis der Volksmusik in St. Jakob im Walde bei.<br \/>\nDas Freilichtmuseum in Vorau umfasst einen Komplex mehrerer kleinerer Geb\u00e4ude, in dem Schaust\u00fccke aller Art \u00fcber das Leben vergangener Zeiten in der Region ausgestellt sind. So finden sich dort eine Schmiede, eine Schusterwerkstatt, Pfl\u00fcge, Dreschflegel, S\u00e4gevarianten und vieles mehr. Wir konnten alles nach Herzenslust betasten. Meine Hochachtung gilt unseren Vorfahren, denn diese Arbeitsbehelfe sind teilweise so klobig, dass ihre Handhabung gro\u00dfe M\u00fche gekostet haben muss. Besonders beeindruckt hat mich die Bauernstube: ein Raum von vielleicht 25-30 m\u00b2, in dem eine ganze oft 10-k\u00f6pfige Bauernfamilie lebte und teilweise arbeitete. F\u00fcr den Herd gab es keinen Abzug, so musste man w\u00e4hrend des Kochens oder Backens wegen der starken Rauchentwicklung den Kopf gesenkt halten und konnte erst nachtr\u00e4glich l\u00fcften. \u00dcberhaupt waren die Rechte der Bauern bis zum 18.\/19. Jahrhundert stark eingeschr\u00e4nkt, ihre Existenz abh\u00e4ngig von den Grundherren. Auch in einer Schulklasse konnten wir Platz nehmen. Meist gab es nur einen Raum f\u00fcr mehrere Klassen, und die Schulzeit endete nach 6 Schuljahren. Ich fand die Erz\u00e4hlungen meiner aus der Gegend von Br\u00fcnn stammenden Gro\u00dfmutter best\u00e4tigt, die berichtete, wie oft sie als Kind die Schule nicht besuchen konnte, weil ihre Arbeitskraft auf dem Feld ben\u00f6tigt wurde. So schwierig unsere jetzige Epoche auch sein mag, ich w\u00fcrde keinesfalls tauschen mit dieser \u201eguten alten Zeit\u201c.<br \/>\nDas Stift Vorau besuchten wir am Samstagnachmittag, und zwar mit einer Gratisf\u00fchrung als Geschenk des Klosters. Die in Barock mit vielen kunstvollen Gem\u00e4lden ausgestaltete weitl\u00e4ufige Kirche wirkte auf mich warm trotz des Prunks. Seit \u00fcber einem Jahrzehnt gibt es au\u00dfer dem Hochaltar auch den Volksaltar, an dem nun die Messen gelesen werden. Offensichtlich hatten die zahlreichen Gem\u00e4lde \u00fcberdies den Zweck, den Gl\u00e4ubigen, die ja nur bedingt schriftkundig waren, die biblische Botschaft nahezubringen, manchmal auch mit zu starker Betonung auf Angst vor Gottes Gericht. Vor der gro\u00dfr\u00e4umigen Stiftsbibliothek gab es zum Betasten vor allem eine lange Reihe von B\u00fcchern aus Stein, angeordnet im Regal wie t\u00e4uschend echt, jedes Buch unterschiedlich von den \u00fcbrigen in der Gestaltung des Einbands. Sie stammen aus einem gef\u00f6rderten Studienprojekt einer Kunstschule und sind, soweit ich es beurteilen kann, k\u00fcnstlerisch sehr gekonnt gearbeitet.<br \/>\nAm sp\u00e4teren Nachmittag genehmigten wir uns nach einem kurzen Besuch in der Vorauer Ortskirche noch eine St\u00e4rkung in einem Caf\u00e9 plus Eissalon in Vorau. Dabei passierte mir wieder einmal etwas Lustiges: Ich bestellte einen Hausbecher und bekam eine Portion in einem hohen Glas, oben noch aufgeh\u00e4uft mit Schlagobers und Eis. Ich bin nur ca.1,60 m gro\u00df, und mein Sessel war sitzfl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig niedrig, der Tisch eher hoch. Daher musste ich nach einem kurzen, fehlgeschlagenen Versuch, im Sitzen zu essen, den Becher im Stehen verschmausen. Dabei erntete ich naturgem\u00e4\u00df ein Gel\u00e4chter in der Runde.<br \/>\nDer Abend fand uns dann in St. Jakob im Walde, im dortigen Zentrum, zu einem Konzert von Ch\u00f6ren und Orchestern unter dem Titel \u201eEine Reise durch \u00d6sterreich\u201c. Die unterschiedlichen Chor- und Orchestergruppen boten \u00fcber 2 Stunden lang ein sehr ansprechendes, hochwertiges Programm mit Musikst\u00fccken aus allen Bundesl\u00e4ndern. Das Konzert war ein echter k\u00fcnstlerischer Genuss. Dazwischen gab es am\u00fcsante Mundartgedichte einer Steirerin zu h\u00f6ren.<br \/>\nNoch einmal wanderten wir dann am Sonntag, 7. September und zwar auf den Teufelstein, einen Berg von knapp 1400 Metern. Die eigentliche Route umfasste gut 260 H\u00f6henmeter ab dem Parkplatz bis zum Gipfel. Das Wetter spielte perfekt mit, und wir freuten uns am anspruchsvollen, aber nicht \u00fcberfordernden Auf- und Abstieg inmitten der einladenden Naturlandschaft. Am Gipfel findet sich ein einige Meter hoher Kletterfelsen, der der Sage nach aus einer Fehlleistung des Teufels stammen soll. Der Teufel forderte von Gott die ganze Welt; Gott stimmte zu unter der Bedingung, dass der Teufel innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein Gebilde aus mehreren Felsen aufbauen m\u00fcsse. Schlau stellte der Teufel die Felsen auf ein Gestell aus Holzstufen und brachte es zum Gipfel des Berges. Dabei aber \u00fcbereilte er sich, wodurch ein Stein kippte und das gesamte Projekt zum Scheitern brachte. Nun liegt der eine Felsen vor dem Gipfelkreuz und diente unserer Wanderf\u00fchrung als Kletterwand.<br \/>\nDer Montag, 8. September, war unser Abreisetag, an dem uns aber am Vormittag noch eine F\u00fchrung durch das so genannte Kr\u00e4ftereich in St. Jakob im Walde erwartete. Wir machten dort Bekanntschaft mit unterschiedlichen Gebieten der Esoterik, die sehr anschaulich pr\u00e4sentiert wurden. So konnten wir beispielsweise das W\u00fcnschelrutengehen ausprobieren, n\u00e4mlich mit einer W\u00fcnschelrute in der linken und rechten Hand einige Schritte \u00fcber eine Wasserader machen. Die Ruten bewegten sich tats\u00e4chlich etwas. Ferner brachte man uns Theorien \u00fcber Mondphasen in Verbindung mit unseren Aktivit\u00e4ten nahe: vor allem Ebbe und Flut, aber auch Haarwachstum, das Gedeihen von Pflanzen usw. In einer gro\u00dfen Glocke stehend, konnten wir weiters Ges\u00e4nge aus den 3 gr\u00f6\u00dften Weltreligionen h\u00f6ren und uns dabei der Meditation hingeben, wenn wir wollten. Viel Vergn\u00fcgen machte mir der Abschluss mit der Zuordnung von Eigenschaften zu den einzelnen Sternbildern. F\u00fcr jedes Sternbild standen 3 positive und 3 negative Eigenschaften, so dass niemand sich benachteiligt f\u00fchlen konnte. Ich bin Sch\u00fctze, habe mir nur jeweils 2 Eigenschaften gemerkt \u2013 negativ: langsam und ungeschickt; positiv: weise und philosophisch. \u2013<br \/>\nJetzt bin ich endlich \u00fcber mich orientiert (schmunzel).<br \/>\nAbschlie\u00dfend darf ich mich von Herzen bei den Veranstaltenden, allen Begleitpersonen und insgesamt jedem\/jeder bedanken, die unseren Wander- und Kultururlaub 2025 zu einem gro\u00dfartigen Erlebnis gemacht haben. Ich bin \u00fcberzeugt, dass ich damit f\u00fcr alle blinden oder sehbehinderten Personen spreche, die an der Woche teilgenommen haben. Ich werde an diese Tage immer gerne zur\u00fcckdenken.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>10. August 2025 &#8211; Blockheide im Waldviertel<\/strong><\/h3>\n<p>Wenn die Heide bl\u00fcht &#8211; dann kommen wir, um uns an ihrer Sch\u00f6nheit zu freuen. Ich meine damit die Blockheide bei Gm\u00fcnd im Waldviertel mit ihren vielf\u00e4ltigen Steinformationen und der F\u00fclle an Pflanzen und Tieren.<br \/>\nZun\u00e4chst war unsere Wanderung f\u00fcr den 2. August festgesetzt, doch das Schlechtwetter machte eine Verschiebung n\u00f6tig. Der 10. August passte dann perfekt. Zwar mussten wir uns wegen der gut zweist\u00fcndigen Fahrt mit der Franz-Josefs-Bahn schon zeitig auf den Weg machen, doch unser fr\u00fches Aufstehen lohnte sich reichlich.<br \/>\nBei strahlendem Sommerwetter wanderten wir in Gm\u00fcnd zun\u00e4chst am Stadtrand entlang, vorbei an einem Freizeitzentrum, und kamen zum Teichkettenweg. Gepflegte Wege f\u00fchrten an imposanten Fischteichen vorbei, die eigentlich kleine Seen waren. \u00dcber eine solide gro\u00dfe Holzbr\u00fccke ging es weiter einen Bach entlang zur Blockheide, unserem Hauptziel.<br \/>\nDie Heide hat offensichtlich einen eigenen Duft: Sonnig-w\u00fcrziges Blumenaroma mischte sich mit dem Geruch warmer Erde und hohen Grases. Die Sensation auf der Blockheide sind allerdings ihre \u201eSteine\u201c, mehrere Meter lange und hohe Felsbl\u00f6cke, teilweise \u00fcbereinander geschichtet und von Moos \u00fcberzogen. Wir wanderten auf dem Mythologieweg, wo sich Steingebilde aller Art fanden: ein Riesenbrotlaib, mythologische Tiere mit scheinbar aufgesperrtem Rachen, Ein Christophorus-Stein. Schmunzeln musste ich bei der Sage zu diesem letzteren Steingebilde, die unsere Wanderf\u00fchrerin uns vorlas. Demnach hatte der Teufel Christophorus \u00fcberredet, f\u00fcr ihn zu arbeiten. Die beiden sa\u00dfen auf dem Stein, als der Teufel Christophorus herausforderte, den Stein mit der Hand zu verformen. Prompt dr\u00fcckte der Heilige auf den Stein und hinterlie\u00df dort eine Delle. Voller Furcht und Entsetzen verlie\u00df der Teufel fluchtartig den Ort.<br \/>\nDann gab es beispielsweise einen sogenannten Pilzstein, n\u00e4mlich einen Block, der geformt war wie ein Pilz. Auch fand sich ein M\u00fchlrad aus Stein, das anscheinend schon vor Jahrhunderten hier angefertigt worden war. Spannend war vor allem ein Durchgang zwischen Steinbl\u00f6cken, gerade so breit wie ein Mensch und etliche Meter lang. Wir konnten ihn bequem durchqueren \u2013 mit einem leicht mulmigen H\u00f6hlengef\u00fchl.<br \/>\nDer Pilzstein war nicht der einzige \u201ePilz\u201c auf unserer Heidenwanderung; keine Steine, sondern essbare Pilze begegneten uns ebenfalls auf dem Weg und wurden mit Freude gesammelt. Unser sehr gutes Mittagessen in der Latschenh\u00fctte bestand dann zwar nicht aus Pilzen, wir genossen es aber ausgiebig, mit Nachspeisen wie Mohnzelten und Mohnnudeln mit einem Spritzer Rum dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Danach hatten wir doch noch einige Kilometer zu bew\u00e4ltigen und h\u00e4tten vor Begeisterung \u00fcber die diversen Granitfelsen durch eine sehr optimistische Einsch\u00e4tzung der Entfernung fast unseren Zug verpasst. Ein Sprint wie unserer in der Sommerhitze ist im Nachhinein erfreulich, wenn er gelingt. Im Zug konnten wir dann durchatmen.<br \/>\nEin gro\u00dfer Dank gilt wieder unserer Wanderf\u00fchrung und unserer gesamten Begleitgruppe. F\u00fcr uns blinde und sehbehinderte Personen ist es von ganz hohem Wert, diese Sondereindr\u00fccke aus der Natur verbunden mit unserer sch\u00f6nen Gemeinschaft erleben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>5. Juli 2025 Guglzipf<\/strong><\/h3>\n<p>Der Guglzipf l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nDieser unser Wanderberg vom Samstag, dem 5. Juli tr\u00e4gt einen lustigen Namen; denn immer f\u00e4llt mir in dem Zusammenhang der Gugelhupf ein. Tats\u00e4chlich begr\u00fc\u00dfte uns der Berg an diesem Hochsommertag von seiner schattigsten und damit freundlichsten Seite, als wollte er uns Appetit darauf machen, ihn mit seinen insgesamt ca. 475 Metern H\u00f6he zu bewandern.<br \/>\nVon St. Veit an der Triesting wanderten wir an diesem Hochsommertag im Schatten des hohen Waldes aufw\u00e4rts einmal auf Forstwegen, dann wieder auf schmalen Pfaden mit Wurzeln und Steinen, die aber dank unserer umsichtigen Begleitpersonen gut zu bew\u00e4ltigen waren. Interessant in dem \u00fcppigen Mischwald waren einige sehr alte, dicke B\u00e4ume, beispielsweise eine F\u00f6hre mit fast 1,5 m Durchmesser. Sie erinnerte mich stark an die Breite F\u00f6hre nahe M\u00f6dling, die mittlerweile nicht mehr existiert, die aber meine Kindheit noch begleitete. Gerade beim Aufstieg war uns der Waldesschatten h\u00f6chst willkommen.<br \/>\nDer \u201eZipf\u201c im Bergnamen erwies sich in der Tat als ziemlich steil im Aufstieg. Ein wenig wie die lange Bommel auf einer Pullmankappe. Da mussten wir ungef\u00e4hr 10 Minuten ordentlich schnaufen, um nach \u00dcberwindung des letzten Teils der wanderm\u00e4\u00dfig gesamt ca.180 H\u00f6henmeter bis zum Restaurant nahe dem Gipfel zu kommen. Dort machten wir es uns auf ein Getr\u00e4nk gem\u00fctlich, wobei die Personen mit den optischen M\u00f6glichkeiten auch das Panorama genie\u00dfen konnten.<br \/>\nDen teilweise steinigen Abstieg schafften wir mit der kundigen Unterst\u00fctzung unserer Begleitgruppe wieder tadellos und landeten damit in Berndorf zur Mittagseinkehr.<br \/>\nWeil wir gut im Zeitplan lagen, kam die Idee auf, noch den etwa 10 Gehminuten entfernten Eissalon zu besuchen. Unser Eilmarsch dorthin in der Mittagshitze verst\u00e4rkte dann den Genuss und bildete den fr\u00f6hlichen Abschluss unseres Wanderausflugs.<br \/>\nIm Namen unserer Betroffenengruppe danke ich allen sehr herzlich, die den stimmungsvollen Ausflug auf den Guglzipf in dieser oder jener Form mitgestaltet haben. F\u00fcr uns verbindet sich die Erinnerung an ihn mit der Vorfreude auf die kommende Wanderung.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>2. Juli 2025 &#8211; Hochkar und Mendlingtal &#8211; Wir wandern und wir schweben<\/strong><\/h3>\n<p>Wandern, schweben, erleben \u2013 all das konnten wir am 2. Juli bei unserem Ausflug zum Hochkar und ins Mendlingtal genie\u00dfen. Das Prachtwetter bescherte uns den Tupfen auf dem I zu diesem Tag voll sch\u00f6ner Stunden.<\/p>\n<p>Nach der bequemen Busfahrt schwebten wir mit dem Vierer-Sessellift z\u00fcgig hinauf zur Bergstation ungef\u00e4hr 50 m unter dem Gipfel des knapp \u00fcber 1800 m hohen Hochkars. Es ist ein prickelndes Gef\u00fchl, fast wie schwerelos dahinzugleiten mit dem leichten Bergwind um die Nase, die den Duft des Sommers einf\u00e4ngt. Danach allerdings war es mit der Schwerelosigkeit vorbei, denn nun ging es an die Bew\u00e4ltigung des Weges bis zum Gipfel. Die Strecke war zwar eher kurz, aber abwechslungsreich: Es ging auf und ab, \u00fcber beachtlich viel Ger\u00f6ll und hohe Steinstufen. Unseren Weg begleiteten farbenfrohe Bergblumen und die f\u00fcr diese H\u00f6henlage oberhalb der Waldgrenze typischen Latschen. Selbst in dieser H\u00f6he begann die Tour schwei\u00dftreibend zu werden, da es allm\u00e4hlich dem Mittag zuging. Etwas au\u00dfer Atem landeten wir beim Gipfelkreuz, das wir auch betasten konnten.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Restaurant an der Bergstation waren wir flott unterwegs, vielleicht auch, weil uns der Magen zu knurren begann. Vor dem Mittagessen genehmigten wir uns aber noch ein Sondererlebnis, n\u00e4mlich den nahegelegenen Skywalk. Selbst f\u00fcr uns blinde Personen ist er aufregend, weil das (sehr solide und bestens abgeschrankte) Stahlger\u00fcst der Br\u00fccke beim Gehen leicht mitschwingt. So schaukelt man ein wenig in gro\u00dfer H\u00f6he \u00fcber dem Erdboden; man schwebt gewisserma\u00dfen. Einige Aussichtsplattformen um die Br\u00fccke herum runden das Sichterlebnis ab, wodurch sich ein gro\u00dfartiges Rundum-Panorama ergibt.<\/p>\n<p>Auf das Schweben folgte das gute Essen im Restaurant, sozusagen die \u00dcberleitung zu unserer Nachmittagswanderung durch das als Erlebniswelt gestaltete Mendlingtal, das wir nach kurzer Busfahrt erreichten.<\/p>\n<p>Das in einer imposanten Berglandschaft gelegene Tal wird durchflossen vom Mendlingbach. Fr\u00fcher wurde hier das gef\u00e4llte Holz durch das Tal bach abw\u00e4rts gefl\u00f6\u00dft. Die Thematik des Erlebniswegs durch das Tal befasst sich daher vor allem mit dem Leben der Holzf\u00e4ller und dem Fl\u00f6\u00dfen des Holzes. Beispielsweise findet sich in einem kleinen Haus ein Raum, in dem eine ganze Holzf\u00e4ller Familie gelebt hat. Privatsph\u00e4re im Wohnbereich gab es da keine. Oder wir \u201ebesichtigten\u201c ein Wasserrad, das zum Antrieb einer S\u00e4ge diente. Auch ist im Bachbett mittels fixierter Pfosten dargestellt, wie das gef\u00e4llte Holz quasi in einer Rinne bacha bw\u00e4rts geleitet wurde. Beeindruckend ist die Vielzahl an Holzbr\u00fccken und Steinstufen auf dem Weg durch das 4 km lange Tal. So f\u00fchrt zum Beispiel ein langer, schmaler Gang aus L\u00e4rchenholz direkt an einer Felswand entlang, zur Schlucht und dem Bach hin abgegrenzt durch ein solides L\u00e4rchenholzgel\u00e4nder. Das Erlebnis von Berg, Bach, Fels und Wald l\u00e4sst sich also angstfrei genie\u00dfen. Als Gratiszugabe hatten wir die Sonne, die uns fast wie in einer Sauna zum Schwitzen brachte; wir hielten aber tapfer durch.<\/p>\n<p>Am Talausgang fand sich noch eine Anzeigetafel: \u201eWien 115 km\u201c; und au\u00dferdem Hinweise wie: Los Angeles an die 10.000 km, Johannesburg 8.000 km, Dubai 4.000 km\u2026 &#8211;<\/p>\n<p>Nun, viel Wanderspa\u00df!<\/p>\n<p>Eine gute Jause im dortigen Lokal bildete den erfreulichen Abschluss des Tages.<\/p>\n<p>Ein ganz herzlicher Dank all jenen, die durch ihr uneingeschr\u00e4nktes Engagement diesen Wanderausflug f\u00fcr uns erst m\u00f6glich gemacht haben. Dieser 2. Juli ist f\u00fcr mich und sicher f\u00fcr alle aus unserem Kreis betroffener Personen ein Tag mit unvergesslichen Stunden.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>7. Juni 2025 &#8211; Carnuntum &#8211; Wandern mit Kultur Pur!<\/strong><\/h3>\n<p>Das hat unsere Wandergruppe am 7. Juni in vollen Z\u00fcgen in Carnuntum genossen. Am Vormittag konnten wir, an Hand der arch\u00e4ologischen Ausgrabungen in das Leben des antiken Rom eintauchen, w\u00e4hrend f\u00fcr den Nachmittag die Wanderung zum Heidentor auf dem Programm stand.<br \/>\nCornelia, Arch\u00e4ologin und unsere F\u00fchrerin durch das Museum und die r\u00f6mische Stadt, versorgte uns 2,5 Stunden lang mit interessanten Schilderungen \u00fcber Leben und Treiben der damaligen am Limes, dem Grenzwall, gelegenen st\u00e4dtischen Anlage. Die Stadt hatte in ihrer Bl\u00fctezeit 50.000 Einwohner und war ein bedeutendes Handelszentrum. 3 Jahre lang lebte in ihr um die Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus der r\u00f6mische Kaiser Marc Aurel.<br \/>\nInteressanterweise lagen damals die Grabst\u00e4tten am Eingang zu den St\u00e4dten. Ausgestellt sind Gr\u00e4ber f\u00fcr Menschen aller Altersstufen, auch Kleinkinder. Ein weitl\u00e4ufiges Grabmonument ist einem 26j\u00e4hrigen r\u00f6mischen Sklaven gewidmet. Man staunt \u00fcber die hochwertige Bearbeitung der Steine mit ihren k\u00fcnstlerisch ausgestalteten Oberfl\u00e4chen.<br \/>\nDie R\u00f6mer sind f\u00fcr ihren Stra\u00dfenbau bekannt, den wir bewundern konnten: In Carnuntum bewegt man sich teilweise auf den mit den Originalsteinen gepflasterten Stra\u00dfen, bei denen diese Steine das Erdreich fixieren. Die Stra\u00dfen weisen aber gro\u00dfe Unebenheiten auf, wodurch das Befahren sicher M\u00fche gekostet hat.<br \/>\nBestaunen konnten wir verschiedene Objekte, so die gro\u00dfz\u00fcgig angelegten H\u00e4user eines \u00d6lh\u00e4ndlers und eines F\u00e4rbers, ein st\u00e4dtisches Wohnhaus und eine \u201eVilla Urbana\u201c = Stadtvilla. Beim Begutachten der Trinkgef\u00e4\u00dfe beeindruckte mich die elegante Form, nur sind die Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde so dick, dass das Trinken etwas unhandlich gewesen sein muss. Gro\u00dfz\u00fcgigerweise konnten wir alles betasten, auch die Papyrusrollen und ein Wachst\u00e4felchen zum Schreiben. Schlie\u00dflich erkl\u00e4rte uns ein (Pseude) r\u00f6mischer Arzt seine \u201eKunst\u201c; da sage ich mir vorsichtshalber: Man muss ja nicht alles ausprobieren!&#8230;<br \/>\nEin Sondererlebnis war die r\u00f6mische Therme. Man f\u00fchlte sich tats\u00e4chlich in unsere B\u00e4der versetzt, was die R\u00e4umlichkeiten betrifft. Viel Platz nahm auch schon zu jener Zeit der Wellnessbereich ein; die Reinigung des K\u00f6rpers mit \u00d6l und nachfolgendem Abschrubben stelle ich mir allerdings problematisch vor.<br \/>\nZuletzt pr\u00e4sentierte uns eine sogenannte Hexe ein Fluch-Ritual auf Latein. Es kam bei den R\u00f6mern vermutlich zur Abschreckung von Diebst\u00e4hlen zur Anwendung.<br \/>\nNach einem sehr guten gem\u00fctlichen Mittagessen ging es ans intensivere Wandern zum Heidentor. Unterwegs war das Modell eines Amphitheaters ausgestellt, das wir mit Interesse begutachteten. Die Strecke war eben und bequem, doch nahm die Bew\u00f6lkung zu, und als wir beim Heidentor ankamen, um zur\u00fcck zum Bahnhof zu gelangen, begann es ordentlich zu regnen. Im Eilschritt erreichten wir die Station und waren froh, unser Wanderziel trotz des Wetters bew\u00e4ltigt zu haben.<br \/>\nHerzlichsten Dank wieder an unsere Begleitgruppe und die Wanderf\u00fchrung, die uns diesen interessanten Wanderausflug erst m\u00f6glich gemacht hat.<\/p>\n<p>Der Tag l\u00e4sst sich gut und gerne \u00fcberschreiben als &#8211; Inklusion, in die Praxis umgesetzt!<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<div class=\"oax_col oax_col_d_6 oax_col_d_offset_3 oax_col_xs_12 oax_col_xs_offset_0 oax_col_s_12 oax_col_s_offset_0 oax_col_m_10 oax_col_m_offset_1 oax_col_l_8 oax_col_l_offset_2 oax_marg_top_44\">\n<div id=\"myComment\" class=\"oax_detail_commentCondition oax_marg_bottom_60 \">\n<div id=\"comments\" class=\"oax-comments-wrapper oax-reviews-pager-cont oax_marg_top_neg_22 oax_marg_bottom_33\">\n<div class=\"oax-posts-cont alp-pagersnippets-snippetcont\">\n<div>\n<div class=\"alp-pagersnippets-snippet\">\n<div class=\"oax-comment-with-replies oax_marg_bottom_60 oax_relative\">\n<div class=\"oax_comment_wrapper oax-contribution-wrapper oax_pad_top_22 oax_pad_bottom_22 oax-review-id-807409362\">\n<div class=\"oax_fl oax_comment_content_wrap \">\n<div class=\"oax-one-contribution-text oax-translation-anchor oax_font_default\">\n<div class=\"oax-text-contribution-wrapper oax_marg_top_11\">\n<h3 class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\"><strong>3. Mai 2025 &#8211; Myraf\u00e4lle-Biedermeier Erlebnisweg-Pernitz \u201eWenn Engel reisen\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"oax-full-text oax_no_marg_p_child oax_pre_wrap\">Dann haben sie Wettergl\u00fcck, so scheint es. Die Frage nach den Engeln bleibt zwar offen, doch durfte unsere Gruppe die Myraf\u00e4lle am 3. Mai bei Pernitz tats\u00e4chlich bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen genie\u00dfen. Der Fr\u00fchling mit seiner aufbl\u00fchenden Natur w\u00e4rmt Herz und Sinne; dazu aber kommt als besonderer Eindruck der Wasserfall: W\u00e4hrend wir gut ausgebaute, steile Treppen und unterschiedliche Holzbr\u00fccken aufw\u00e4rts wanderten, begleitete uns sein Rauschen in beeindruckender Lautst\u00e4rke. Seinerzeit betrieb das nieder\u00f6sterreichische Elektrizit\u00e4tsversorgungsunternehmen (damals NEWAG) hier ein Kraftwerk, das aber mittlerweile aufgelassen ist. Der weiterhin vorhandene Stausee wies zwar kein Wasser auf, daf\u00fcr aber jagten die Wassermassen mit Get\u00f6se den Steilen Hang hinab. Man wandert dahin und h\u00f6rt den Wasserfall die ganze Zeit irgendwo um sich herum. Ganz oben l\u00e4sst sich das Spektakel von einer Aussichtsplattform rundum bewundern, und das st\u00e4ndige Rauschen macht den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Eindruck komplett. Der darauffolgende Abstecher zu einem stillgelegten Kalkofen f\u00fchrte uns gedanklich ein St\u00fcck in die Vergangenheit. Spannend zu wandern war es dann auf dem Biedermeier-Erlebnisweg, so berichtete die Gruppe von uns, die sich daf\u00fcr entschied. Wir \u00dcbrigen w\u00e4hlten eine bequemere Waldroute hin\u00fcber nach Pernitz zur fr\u00f6hlichen Schlusseinkehr. Punktgenau als die \u201eBiedermeier\u201c-Wanderer das Restaurant betraten, begann es drau\u00dfen kr\u00e4ftig zu gie\u00dfen. Von drinnen h\u00f6rt sich der regen gem\u00fctlich an, \u00fcberrascht er einen aber beim Wandern, w\u00fcrde man gerne darauf verzichten. Wir jedenfalls freuten uns bei Geplauder und gutem Essen \u00fcber unsere gelungene Wanderung und das Wettergl\u00fcck und hatten wieder allen Grund, uns bei den Organisierenden und den Begleitpersonen herzlich zu bedanken.<br \/>\nChristine Hinkel<\/div>\n<div>\n<h3><strong>5. April 2025 &#8211; Welterbesteig Etappe 4 &#8211; das erste Drittel des Weges &#8211; <\/strong>\u00dcberraschung in der Wachau<\/h3>\n<p>Wir brauchten offensichtlich Abwechslung bei unserer Wanderung am 5. April auf der 4. Etappe des UNESCO-Weltkulturerbe-Wanderwegs in der Wachau. Jedenfalls hat unsere Wanderf\u00fchrung umsichtig daf\u00fcr gesorgt, dass alles bestens lief.<\/p>\n<p>Bei gutem Wetter starteten wir in Spitz z\u00fcgig bergauf zwischen den Weinbergen, begleitet von einem Bach, dessen Pl\u00e4tschern wir genossen. Allm\u00e4hlich verschm\u00e4lerte sich der Weg aber zu einem Pfad, der zunehmend unwegsamer wurde, zumindest f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse. Das Hochwasser des letzten Herbstes d\u00fcrfte hier gr\u00f6bere Sch\u00e4den verursacht haben. \u00dcberrascht waren wir verst\u00e4ndlicherweise, wenn auch wenig erfreut.<\/p>\n<p>Unsere Begleitgruppe bew\u00e4ltigte die Situation perfekt, doch mussten wir aus Zeit- und Kraftgr\u00fcnden zur Stra\u00dfe abzweigen, die uns nach einigen Kilometern zur Busstation brachte. Dort nahmen wir den Bus nach M\u00fchldorf zur Mittagseinkehr ins &#8222;Wei\u00dfe R\u00f6ssl&#8220;. Hier wiederum kam die n\u00e4chste \u00dcberraschung: Ein flottes, ausgezeichnetes Service rundete die gediegene K\u00fcche ab. Damit lagen wir bequem in der Zeit und machten uns gem\u00fctlich auf zur R\u00fcckreise mit dem Bus. Eine Person aus unserer Begleitgruppe machte au\u00dferdem eine unerwartete Entdeckung: eine erfolgreiche Spurensuche nach Verwandten aus der Kindheit.<\/p>\n<p>Damit uns nicht langweilig wurde, konnten wir bei unserer Fahrt mit dem Bus bis Krems staunen, wie viele Personen ein solcher Bus im Notfall schafft: Restliche Stehpl\u00e4tze gab es keine mehr, aber bequem Luft zum Atmen. Ausbreiten konnten wir uns dann im Caf\u00e9 nahe dem Bahnhof in Krems, wo wir uns noch einmal st\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Einen herzlichen Dank an die Wanderf\u00fchrung und die gesamte Begleitgruppe f\u00fcr diesen so gelungenen Wandertag trotz Turbulenzen. Die Wanderungen mit euch sind immer ein Genuss.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>14. 03. 2025 &#8211; Erste Hilfe Auffrischung<\/strong><\/h3>\n<p>Heute trafen 13 Wissbegierige einander im Haus des Blindenverbandes, um ihr Wissen \u00fcber Erste Hilfe wieder aufzufrischen. Es war ein hervorragender Vortrag, wie man als Ersthelfer Leben retten kann.<br \/>\nAuch konnten wir 5 Interessierte vom Blindenverband willkommen hei\u00dfen!<br \/>\nDanke Irmgard und f\u00fcr euere flei\u00dfige Mitarbeit!<\/p>\n<h3><strong>08. 03. 2025 &#8211; Wanderung zum Kristallgarten im Gut Guntrams<\/strong><\/h3>\n<p>In Stein gemei\u00dfelt!<br \/>\nSo l\u00e4sst sich unsere Wanderung zum Gut Guntrams\/Kristallgarten am 8. M\u00e4rz 2025 \u00fcberschreiben; denn wie mit dem Mei\u00dfel bearbeitet waren das Sch\u00f6nwetter und unsere gute Laune, ebenso aber viele Oberfl\u00e4chen der Felsbl\u00f6cke im Kristallgarten.<br \/>\nSeebenstein erreichten wir bequem mit der S\u00fcdbahn und wanderten danach ca.3 km auf sonnenbeschienenen Forstwegen zu unserem Mittagszielort Guntrams. Bei einer Gesamtl\u00e4nge der Wanderung von 6 km mit rund 150 m H\u00f6henunterschied konnte man sich gut miteinander unterhalten, und diese Chance n\u00fctzten wir ausgiebig.<br \/>\nVor der F\u00fchrung durch den Kristallgarten in Guntrams kam der Genuss: Wir speisten hervorragend im angeschlossenen Hotel und erwarteten neugierig, was die Steine uns erz\u00e4hlen w\u00fcrden. Ein s\u00fcdliches Flair gr\u00fc\u00dfte uns zuvor in der dortigen Orangerie, in der wir die einzelnen Pflanzen ausgiebig betasten konnten. Am Ausgang zum Kristallgarten fand sich schlie\u00dflich ein riesiger 400 Jahre alter Olivenbaum, neben dessen massigem Stamm ich mir wie zwergenhaft vorkam.<br \/>\nDer Kristallgarten selbst bot reichlich Objekte zum Bestaunen: Zahlreiche tonnenschwere Felsbl\u00f6cke zeigten sich den Besuchern sichtbar und auch deutlich tastbar in ihren jeweils markanten kristallinen Strukturen. So wird einem auch tastend bewusst, wie die Vielfalt an Mustern, wie sie in der Natur existiert, sich auch bei den Steinen findet. Ein Gestein, das man bei uns wenig kennt, nennt sich Labradorit. Lustigerweise kam mir zuerst der Hund und nicht die geographische Bedeutung in den Sinn. Ein ausgefallenes Schaust\u00fcck war ein riesiges, steinschweres Gebilde aus versteinertem Holz. Man konnte daran deutlich die Maserung tasten wie an Baumst\u00e4mmen. Der gesamte Kristallgarten bedeutete f\u00fcr mich ein Tasterlebnis erster Klasse.<br \/>\nGef\u00fcllt mit Leckerbissen aus Kulinarik und Kultur marschierten wir die \u00fcbrigen 3 km zum Bahnhof in Pitten und traten von dort die Heimreise an.<br \/>\nDanke an das Team unserer immer aufmerksamen und freundlichen Begleitpersonen. Sie verschaffen uns Erfahrungen von Seltenheitswert und gestalten so unser Leben positiv mit.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<h3><strong>1. Februar 2025-Wanderung durch den M\u00e4rchenwald<\/strong><\/h3>\n<p>Da das Wetter heute halbwegs gut war, fuhren wir mit der Bahn ins Steinfeld, nach Sankt Egyden. Wanderung durch einen Wald, bestehend aus Schwarzf\u00f6hren (Samen aus N\u00fcrnberg). Dieser wurde bereits 1497 von Kaiser Maximilian I. angelegt (siehe auch <a class=\"oax_externallink oax_externallink\" href=\"https:\/\/www.waldgeschichten.com\/fakten-wissen\/die-geschichte-des-grossen-wiener-neustaedter-foehrenwaldes\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.waldgeschichten.com\/fakten-wissen\/die-geschichte-des-grossen-wiener-neustaedter-foehrenwaldes\/<\/a>). Wir wanderten auf teilweise mit Moos bedeckten Wegen, wie auf einem Teppich. Am Ende der Wanderung besuchten wir noch einen M\u00e4rchenwald, wo Figuren und Geschichten zu sehen waren. Diese Anlage wurde vom Gasthaus Schwarz liebevoll gestaltet. Nach einer kr\u00e4ftigen St\u00e4rkung im Gasthaus, ging es zur\u00fcck zum Bahnhof und nach Hause.<br \/>\nRobert<\/p>\n<h3><strong>4. J\u00e4nner 2025-Wanderung im Schlosspark von Laxenburg<\/strong><\/h3>\n<p>Auf kaiserlichen Wegen: Wandern im Schlosspark Laxenburg<br \/>\nWir hatten mit unserer heurigen J\u00e4nnerwanderung gro\u00dfes Wettergl\u00fcck: Es gab kein Glatteis im Schlosspark Laxenburg, wo wir 9 km recht gem\u00fctlich auf den Spuren imperialer Freizeitgestaltung \u201elustwandelten\u201c. Nun, gut 30 Stunden sp\u00e4ter, ist es vor unserer Haust\u00fcr spiegelglatt.<br \/>\nJa, die Menschen damals wussten auch sehr gut, wie man entspannt. Wir genossen die Winterluft und die Sonnenstrahlen auf den bequemen Wegen durch die mit B\u00e4umen durchsetzte Wiesenlandschaft. Reizvoll dabei sind vor allem die romantischen Kan\u00e4le und der Schlossteich. Zur Auflockerung tragen auch die vielf\u00e4ltigen Bauwerke und Skulpturen bei: kleine Pavillons, Tempel, spielerische Schnitzereien an den W\u00e4nden\u2026Der Teich hat mich daran erinnert, wie meine Mutter und ich vor vielen Jahren an Sommertagen im Ruderboot dort unterwegs waren.<br \/>\nEs muss sch\u00f6n sein, hoch zu Ross durch den Park zu traben und sich dabei den Wind um die Nase wehen zu lassen; aber auch f\u00fcr uns als Wandergruppe bot sich sehr viel: So konnten wir die Pflanzen auf unserem Weg betasten. Eine Tafel auf dem Lehrpfad wies darauf hin, dass es vor allem Eiben, Eichen und Pyramidenpappeln im Park gibt, also B\u00e4ume, die man nicht \u00fcberall findet.<\/p>\n<p>Unsere fr\u00f6hliche Wanderung endete bei einem ausgezeichneten Mittagessen im Laxenburger Hof, wo wir noch ausgiebig weiterplaudern konnten. Wandern und Gemeinschaft geh\u00f6ren zusammen, das zeigen uns Betroffenen unsere Begleitpersonen. Ihnen allen einen besonderen Dank.<br \/>\nChristine Hinkel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.gebirgsverein-services.at\/gruppen\/fachgruppen\/blinde-und-sehschwache\/wandererinnerungen\/\">Zur\u00fcck zu Wandererinnerungen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6. Dezember 2025 &#8211; Adventwanderung Laudon im Advent \u2013 Gegens\u00e4tze k\u00f6nnen sich anziehen! Das ist der Fall bei der Adventwanderung unserer Gruppe vom 6. Dezember; denn einerseits besuchten wir dabei das Grab des Feldherrn Gideon Ernst von Laudon, andererseits feierten wir stimmungsvoll Advent, eine Zeit f\u00fcr Frieden und Vers\u00f6hnung. 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