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2026 Erinnerungen an unsere Aktivitäten

7. Februar 2026 – Augenbrünnl

Ein leises Frühlingsahnen am „Augenbrünnl“ Für diese beschauliche Wanderung am 7. Februar zum „Augenbrünnl“ in der Gegend Payerbach/Reichenau hatten wir schon Wettersorgen; denn unsere anderswohin geplante Jänner-Wanderung mussten wir wegen Schnee und Eis absagen. Um so mehr freuten wir uns, dass es diesmal mit der Witterung klappte. So wanderten wir von der Bahnstation los, genossen die Windstille und die leichten Plusgrade, vor allem aber das erfreuliche örtliche Ambiente dieses historischen Tourismus- und Kulturgebiets. Es ging teilweise an der Schwarza entlang, die uns mit ihrem Rauschen freundlich begleitete. Wir benützten auf weite Strecken den Wasserleitungsweg der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung, der große Ähnlichkeit mit dem Abschnitt südlich von Wien hat. Ich musste im Dahinwandern an unsere Oktober-Tour des letzten Jahres in der Gegend Gumpoldskirchen/Baden denken. Nur war es jetzt, an diesem Februartag, winterlich kalt und eher bewölkt, mit ein paar harmlosen Regentropfen; und doch dachte ich, dass der Frühling sich ganz vorsichtig ankündigt. Manchmal blinzelte nämlich die Sonne durch und wärmte uns Gesichter und Herzen. Die eigentliche Augenbrünnl-Runde hatte immerhin ihre abenteuerlichen Passagen: Der eher kurze Anstieg war ziemlich steil und relativ schwierig, vor allem auch in Anbetracht einiger noch vorhandener Schnee- und Eisfelder. Unser Begleitteam bewältigte aber mit uns gemeinsam alle Hindernisse mit Bravour. Das Brünnl ist eine Quelle, deren Wasser eine heilende Wirkung vor allem auf die Sehkraft haben soll. Sicherheitshalber füllte unsere Wanderführerin zur Abgabe an uns eine Flasche voll. So hatten wir uns das Mittagessen reichlich verdient und kehrten im Gasthof Kobald zu einem gepflegten, guten Mittagessen ein. Dort hielten wir uns aber nicht zu lange auf, weil wir geplant hatten, die rund 4 km zur Bahnstation zurückzuwandern mit einem Zwischenstopp in der Bäckerei-Café-Konditorei Nöbauer, eine große Verlockung für Naschkatzen wie mich. Vielleicht leben Asketen länger, Bananenschnitten aber sind besser! Der Dank an unser Begleitteam darf nicht fehlen, denn sie sind es, die uns diese schönen Stunden ermöglichen. Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich, sondern eine außerordentliche Leistung im Rahmen der Mitmenschlichkeit. Für mich ist es jedes Mal eine Freude, in der Gruppe dabei zu sein und die Wanderungen mitzumachen.
Christine Hinkel
 

7. März 2026 Kammersteinerhütte – „Wir wandern mit dem Sonnenschein“

Diese Liedzeile passte hervorragend zum Ausflug unserer Inklusiv Wandergruppe vom Gießhübl auf die Kammersteinerhütte. Eigentlich war die Wanderung für den Jänner geplant, musste damals aber wegen vereister Wege entfallen.
Bei knapp 10 Grad und wolkenlosem Himmel, machten wir uns nach der kurzen Busfahrt durch Liesing auf den Weg. Immerhin galt es diesmal, ca.350 Höhenmeter zu bewältigen, wir waren aber alle motiviert und vergnügt, einschließlich unserer Begleitpersonen, die es verstehen, uns locker und routiniert alle Hindernisse gangbar zu machen.
Zunächst wanderten wir, ziemlich steil abwärts, durch Laubwald, der bereits einen Hauch von Grün zeigte. Der Frühling lag schon in der Luft mit Leberblümchen am Wegrand und dem bekannt durchdringenden Geruch des Bärenlauchs, vor allem um diese Jahreszeit ein wertvoller Bestandteil in unseren Speisen. Bald führte der Weg bergauf, zunächst über Forstwege, dann aber über teils wurzelige und steile Wegstrecken im Wald, die Aufmerksamkeit erforderten und auf denen auch einige Baumstämme quer lagen. Zwischendurch gab es geschlägerte Flächen und an Bäumen deutlich erkennbare Spuren von Schneebruch aus dem heurigen Winter.
Das hervorragende Essen in der Kammersteinerhütte entschädigte uns für den mühevollen Aufstieg, den die prachtvolle Witterung uns aber erleichtert hatte. Der Abstieg brachte wieder einige abenteuerliche Passagen, die wir dank unseres Begleitteams bestens schafften. Einen kleinen Abstecher genehmigten wir uns dabei zur „Waldandacht“, einer kleinen Kapelle auf einem Hügel.
Zuletzt hatten wir Glück mit einer nur kurzen Wartezeit auf den Bus zurück nach Liesing Bahnhof. Von dort machten wir uns auf die Heimreise, mit dem Bewusstsein, einen superschönen Tag erlebt zu haben.
Wie immer waren unsere Wanderführung und die Begleitpersonen gewissermaßen der Motor dieses so gelungenen Ausflugs. Einen sehr herzlichen Dank an sie alle. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen.

Christine Hinkel

 

11. April 2026 „Donau so Blau“

Das war sie tatsächlich, die Donau, als unsere Gruppe am 11. April 2026 von Hollenburg/Kleedorf in der Wachau den Rundweg zur Wetterkreuzkirche wanderte. Ja, die verhältnismäßig lange Bahn- und Busfahrt hatte sich gelohnt.

Bei durchschnittlich 10 Grad und teilweise angenehmem Sonnenschein hatten wir wieder einmal das ideale Wanderwetter. Meist konnten wir die gut 250 Höhenmeter auf Forststraßen und schmalen Waldwegen bewältigen. Doch wählte unsere Wanderführung zwischendurch auch eine schwierige Passage, denn zum Wandern gehört Spannung. Unsere Begleitpersonen waren dabei im Volleinsatz, und wir mühten uns nach Kräften, sie zu entlasten. Alles lief bestens.

Frühling in der Wachau, das hat etwas! Da gab es beispielsweise die Weingärten auf der einen Seite, auf der anderen Seite Wald oder Wiese, und wiederholt den Blick auf die Donau, die im Sonnenlicht tatsächlich blau zu uns herüberglänzte. Wunderbar war offensichtlich das weiße Blütenmeer anzusehen, das sich den Blicken immer wieder bot. Wir vermuteten, dass es sich dabei um Wildkirschen handelte. Am Wegrand und auf den Wiesen begrüßten uns Felder von Himmelschlüsseln und Veilchen, deren Blau die Farbe der Donau ins Gedächtnis rief, wo sie gerade nicht sichtbar war.

Etwas Besonderes ist die terrassenförmige Struktur der Landschaft, die sich an den Ufern der Donau stufenförmig erhebt. Wir konnten die Lösswände betasten: Sie wirken schnurgerade, trotzdem findet sich an ihnen Moos. Ich dachte, wie entschlossen lebensbejahend und harmonisch die Natur sich uns zeigt.

Meditative Gedanken und Mittagessen sind offensichtlich verwandt, denn beide beginnen mit einem „M“. Und so genossen wir das köstliche Mittagessen nach unserer Wanderung in einem Restaurant, das nahe der Busstation unserer Ankunft am Morgen gelegen war. Zur Abwechslung nahmen wir auf dem Rückweg nach kurzer Busfahrt ab Traismauer die Bahn und landeten zeitgerecht in Wien.

Einen ganz herzlichen Dank an unsere Wanderführung und die gesamte Begleitgruppe. Ihre Umsicht und hingewendete Betreuung machen es unserem Personenkreis erst möglich, unbeschwerte Wanderfreude in einem so aufgeschlossenen Kreis zu genießen.

Christine Hinkel

 

2. Mai 2026 „Zwei in Eins“

Das hatten wir vergangenen Samstag bei unserem Monatsausflug, diesmal nach Asparn an der Zaya ins MAMUZ-Freiluftmuseum. „Zwei“ deshalb, weil gewissermaßen Kultur für einen ganzen Tag und auch Wandern in der normalen Länge auf dem Programm standen.

Wir konnten uns über eine spezielle Führung freuen: Es begleitete uns nämlich eine Archäologin, die Enkelin einer unserer Wanderführerinnen. Sie hatte sich im Vorjahr schon für Carnuntum zur Verfügung gestellt und brachte uns auch diesmal wieder die Kunstschätze – nun im MAMUZ Museum – in beeindruckender Weise nahe.

Wir wurden zunächst 40.000 Jahre zurückversetzt, in die Altsteinzeit, zu den Mammuts, die über 5 m lang und viele Tonnen schwer waren. Dagegen sind unsere Elefanten unauffällig klein. Sehr beeindruckt haben mich die Werkzeuge aus der Steinzeit. Es ist erstaunlich, mit welchem Geschick die Menschen mit Steinwerkzeugen Steine zerlegt und scharfe Kanten und Spitzen hergestellt haben, um sich so die Natur durch Jagd und Hausbau nutzbar zu machen. Wir besichtigten etliche Häuser aus frühen Jahrtausenden, darunter ein sogenanntes Langhaus, von 21 m Länge, errichtet aus Holzstämmen und Lehmmauern, gedeckt mit einem Dach aus Schilf. Interessant fand ich das Grubenhaus, eine ähnliche, schon etwas modernere Baulichkeit, die vier Stufen unter Niveau gesetzt war. Man merkte die Kühle gegenüber draußen.

Schon in früher Zeit gab es ansprechende Gefäße und Kunstgegenstände aus Holz und Ton, in einem Stil, die heutigen Designern Respekt einflößen würden. Die gezeigten Schüsseln machten den Eindruck richtiger Kunst.

Es ermutigt, bei Betrachtung der Ausstellung zu denken, wie wandlungsfähig und aufbaufähig wir Menschen sind. Dies stärkt die Hoffnung, dass wir es über alle Schwierigkeiten hinweg schaffen werden, unsere Zukunft positiv zu gestalten.

Nach der fast dreistündigen Führung waren wir rechtschaffen hungrig und ließen uns das Mittagessen in Asparn bestens schmecken. Die ausgiebigen Portionen konnten wir gut gebrauchen, weil noch eine Wanderung von über 9 km nach Mistelbach vor uns lag. Mit leichter Verspätung landeten wir dann alle glücklich auf dem Bahnhof und freuten uns über einen gemütlichen Platz im Zug.

Unsere Wanderführung und Begleitgruppe haben sich wie immer mit großem Engagement und viel Umsicht für uns eingebracht. Sie sind es, die dafür sorgen, dass wir Erlebnisse der besonderen Art genießen können. Für sie alle einen Strauß symbolischer Blumen als aufrichtigen Dank.

Christine Hinkel

 

6. Mai 2026 – Naturschauspiel Nothklamm

Die Klammwanderungen haben es mir angetan, weil uns in ihnen die Natur urtümlich nahekommt. Dies konnten wir bei unserer Seniorenwanderung am 6. Mai in die Nothklamm im Geopark Gams bei Hieflau deutlich bestätigt finden.

Die über zweistündige Busfahrt hatte sich gelohnt. So dachte ich, als wir unsere gut 7 km lange Wanderung mit einem kurzen Steilstück abwärts begannen, um dann auf bequemen Wegen durch Gams und bis zur Nothklamm zu gelangen. Als Vorgeschmack des Zentralerlebnisses wanderten wir zunächst oberhalb der Klamm entlang, immer begleitet von dem wasserfallartig rauschenden Gebirgsbach in der Tiefe. Schon der Abstieg wurde zum Abenteuer, denn wir mussten 3 extrem steile Treppenabsätze bewältigen. Sie waren zwar perfekt auf beiden Seiten abgeschrankt, doch waren die Stufen fast so schmal wie Leitersprossen. Wer wie ich etwas Derartiges nicht gewöhnt ist, muss sich ordentlich konzentrieren. Wir hatten allerdings unsere Begleitgruppe, auf die wir uns immer verlassen können.

Unten in der Klamm rauschte uns das Wasser auf der gesamten Strecke sein mächtiges Lied. Auf engen, aber gut ausgebauten Naturwegen mit Brücken und Übergängen schlängelten wir uns voll beeindruckt zwischen den steilen Felsen und dem herabstürzenden Gebirgsbach dahin. Die Klangwirkung war so massiv, dass sie teilweise sogar die Optik ersetzte. Die Natur entfaltete sich vor unserem inneren Auge nahezu bildhaft real, als Abenteuer erster Klasse.

Der Aufstieg aus der Klamm gelang so klaglos wie der Abstieg; und auf dem Weg zurück nach Gams zum Mittagessen beim Kirchenwirt bemerkten wir zunehmend, dass unser Magen Nachschub forderte. Den bekamen wir dann auch in bester Qualität, was unsere gute Laune noch steigerte.

Ebenso reibungslos verlief die Rückfahrt mit dem Bus, und dies ermöglichte uns mit Ankunft 18:00 in Hütteldorf danach eine bequeme private Heimfahrt.

Danke zu sagen ist einmal mehr an unsere Wanderführung und Begleitgruppe. Sie leisten im Einsatz für uns Betroffene Großartiges, und dies alles mit Freude und wie selbstverständlich. Sie sind der eigentliche Motor unserer Erlebnisse.

Christine Hinkel

Hier könnt ihr noch ein kleines Video von der Nothklamm hören und sehen:

 

 

 

 
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