7. März 2026 Kammersteinerhütte – „Wir wandern mit dem Sonnenschein“
Diese Liedzeile passte hervorragend zum Ausflug unserer Inklusiv Wandergruppe vom Gießhübl auf die Kammersteinerhütte. Eigentlich war die Wanderung für den Jänner geplant, musste damals aber wegen vereister Wege entfallen.
Bei knapp 10 Grad und wolkenlosem Himmel, machten wir uns nach der kurzen Busfahrt durch Liesing auf den Weg. Immerhin galt es diesmal, ca.350 Höhenmeter zu bewältigen, wir waren aber alle motiviert und vergnügt, einschließlich unserer Begleitpersonen, die es verstehen, uns locker und routiniert alle Hindernisse gangbar zu machen.
Zunächst wanderten wir, ziemlich steil abwärts, durch Laubwald, der bereits einen Hauch von Grün zeigte. Der Frühling lag schon in der Luft mit Leberblümchen am Wegrand und dem bekannt durchdringenden Geruch des Bärenlauchs, vor allem um diese Jahreszeit ein wertvoller Bestandteil in unseren Speisen. Bald führte der Weg bergauf, zunächst über Forstwege, dann aber über teils wurzelige und steile Wegstrecken im Wald, die Aufmerksamkeit erforderten und auf denen auch einige Baumstämme quer lagen. Zwischendurch gab es geschlägerte Flächen und an Bäumen deutlich erkennbare Spuren von Schneebruch aus dem heurigen Winter.
Das hervorragende Essen in der Kammersteinerhütte entschädigte uns für den mühevollen Aufstieg, den die prachtvolle Witterung uns aber erleichtert hatte. Der Abstieg brachte wieder einige abenteuerliche Passagen, die wir dank unseres Begleitteams bestens schafften. Einen kleinen Abstecher genehmigten wir uns dabei zur „Waldandacht“, einer kleinen Kapelle auf einem Hügel.
Zuletzt hatten wir Glück mit einer nur kurzen Wartezeit auf den Bus zurück nach Liesing Bahnhof. Von dort machten wir uns auf die Heimreise, mit dem Bewusstsein, einen superschönen Tag erlebt zu haben.
Wie immer waren unsere Wanderführung und die Begleitpersonen gewissermaßen der Motor dieses so gelungenen Ausflugs. Einen sehr herzlichen Dank an sie alle. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen.
Christine Hinkel
7. Februar 2026 – Augenbrünnl
Ein leises Frühlingsahnen am „Augenbrünnl“ Für diese beschauliche Wanderung am 7. Februar zum „Augenbrünnl“ in der Gegend Payerbach/Reichenau hatten wir schon Wettersorgen; denn unsere anderswohin geplante Jänner-Wanderung mussten wir wegen Schnee und Eis absagen. Um so mehr freuten wir uns, dass es diesmal mit der Witterung klappte. So wanderten wir von der Bahnstation los, genossen die Windstille und die leichten Plusgrade, vor allem aber das erfreuliche örtliche Ambiente dieses historischen Tourismus- und Kulturgebiets. Es ging teilweise an der Schwarza entlang, die uns mit ihrem Rauschen freundlich begleitete. Wir benützten auf weite Strecken den Wasserleitungsweg der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung, der große Ähnlichkeit mit dem Abschnitt südlich von Wien hat. Ich musste im Dahinwandern an unsere Oktober-Tour des letzten Jahres in der Gegend Gumpoldskirchen/Baden denken. Nur war es jetzt, an diesem Februartag, winterlich kalt und eher bewölkt, mit ein paar harmlosen Regentropfen; und doch dachte ich, dass der Frühling sich ganz vorsichtig ankündigt. Manchmal blinzelte nämlich die Sonne durch und wärmte uns Gesichter und Herzen. Die eigentliche Augenbrünnl-Runde hatte immerhin ihre abenteuerlichen Passagen: Der eher kurze Anstieg war ziemlich steil und relativ schwierig, vor allem auch in Anbetracht einiger noch vorhandener Schnee- und Eisfelder. Unser Begleitteam bewältigte aber mit uns gemeinsam alle Hindernisse mit Bravour. Das Brünnl ist eine Quelle, deren Wasser eine heilende Wirkung vor allem auf die Sehkraft haben soll. Sicherheitshalber füllte unsere Wanderführerin zur Abgabe an uns eine Flasche voll. So hatten wir uns das Mittagessen reichlich verdient und kehrten im Gasthof Kobald zu einem gepflegten, guten Mittagessen ein. Dort hielten wir uns aber nicht zu lange auf, weil wir geplant hatten, die rund 4 km zur Bahnstation zurückzuwandern mit einem Zwischenstopp in der Bäckerei-Café-Konditorei Nöbauer, eine große Verlockung für Naschkatzen wie mich. Vielleicht leben Asketen länger, Bananenschnitten aber sind besser! Der Dank an unser Begleitteam darf nicht fehlen, denn sie sind es, die uns diese schönen Stunden ermöglichen. Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich, sondern eine außerordentliche Leistung im Rahmen der Mitmenschlichkeit. Für mich ist es jedes Mal eine Freude, in der Gruppe dabei zu sein und die Wanderungen mitzumachen.
Christine Hinkel